Zum ersten Mal eine Frau – Christine Sander ist neue Ortsvorsitzende der Schongauer CSU

Wehmut lag im Saal des Sparkassenforums, denn nach 13 Jahren an der Spitze der Schongauer CSU legte Luitpold Braun jun. sein Amt nieder.

Doch bekanntlich wohnt jedem Neuanfang ein Zauber inne und die anwesenden Mitglieder wählten mit großer Mehrheit die bisherige Beisitzerin Christine Sander an die Spitze des Ortsverbandes. „Danke. Ich nehme die Wahl an“, sagte die neue Ortsvorsitzende Christine Sander. Bei zwei Enthaltungen und einer Neinstimme hatte die 43-jährige allein erziehende Mutter 42 Stimmen auf sich vereinen können. Seit 2005 gehört sie dem Ortsverband an und übte in diesen fünf Jahren bereits einige parteipolitische Ämter aus. 2008 nahm sie an einem Mentoring-Programm der Frauen-Union Bayern teil und gehörte von 2006 bis 2009 der „Projektgruppe Familie“ der Frauen-Union Bayern an. Für die Zukunft hat sich die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, die zurZeit als Flugbegleiterin arbeitet, einiges vorgenommen: „Mein Ziel ist es, dass wir nach der nächsten Kommunalwahl wieder den Schongauer Bürgermeister stellen“, kündigte sie an. Eine der Stärken der CSU sei es, zu wissen, was die Menschen bewege, so Sander. „Ich will die Zeittribüne wieder mehr in den Fokus stellen“, lautete ein weiterer Vorsatz. Die „Zeittribüne“ ist eine lokale CSU-Zeitung, die unter Luitpold Braun jun. nur noch einmal jährlich erschienen war. Der scheidende Ortsvorsitzende zog eine gemischte Bilanz seiner Amtszeit: Er habe das Amt zu einer schwierigen Zeit übernommen; gerade, als der Bürgermeisterposten 1996 an die SPD verloren ging, erinnerte sich Braun. „Die Folge war eine sinkende Motivation unter den Mitgliedern“, beschied dieser. Auch finanziell sei es nicht zum Besten gestanden, was sich inzwischen aber deutlich geändert habe. 209 Mitglieder zählte der Ortsverband 1998. Heute sind es nur noch 154. „Das ist ein Mitgliederschwund von 25 Prozent“, rechnete Braun vor. Der Partei kehrt Luitpold Braun jun. jedoch nicht ganz den Rücken. Die Mitglieder wählten ihn mit 45 von 45 Stimmen zu einem der neun Beisitzer, nachdem dieser Posten vorher von Sander ausgeübt worden war.

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