Erwarteter Zulauf blieb aus – Großes Infoangebot der Existenzmesse 2011 nur wenig wahrgenommen

Mit Interesse nahmen die wenigen Besucher das Informationsangebot der Info-Stände wahr. Fotos (7): Jungwirth

„Es sind bei weitem nicht so viele Besucher gekommen, wie wir erwarteten“, urteilte die Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Landratsamt Weilheim-Schongau, Justina Eibl. Lediglich 50 Interessierte fanden den Weg zur „Existenz 2011“ ins Staatliche Berufsschulzentrum Schongau. Doch jene, die gekommen waren, hatten sehr konkrete Fragen und blieben zum Teil den ganzen Tag.

In der Aula waren zahlreiche Info-Stände aufgebaut worden, an denen sich die interessierten Jungunternehmer gründlich informieren konnten: Fachleute der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, verschiedener Banken, vom Arbeitsamt und von sonstige Beratungsstellen standen Rede und Antwort und hatten zahlreiches Infomaterial zum Mitnehmen bereit. Um neun Uhr hatte die Messe begonnen und den ganzen Tag hinweg liefen Info-Veranstaltungen, die zu verschiedensten Themen informierten. Denn einfach nur ein Gewerbe anzumelden und zu hoffen, dass von da an alles klappt, führt garantiert ins Chaos. „Chancen und Risiken der Selbständigen liegen nah beieinander. Die Gründung eines Unternehmens oder die Übernahme eines bestehenden Betriebs stellt hohe Anforderungen an unternehmerisches Geschick und Können“, sagte Eibl. Etwa die Hälfte derjenigen, die die Selbständigkeit als neuen Weg wählen, wird scheitern. Und so drehten sich die Vorträge alle um das eine Thema: Wie schaffe ich es, selbständig zu werden und es auch zu bleiben? Welche Unternehmensform ist für mich die richtige? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für mich als Existenzgründer? Was ist steuerlich zu beachten? Und wie finde ich Kunden, die ich auch dauerhaft an mein Unternehmen binden kann? Über all diese Fragen und über vieles mehr gaben die zahlreichen Fachvorträge Auskunft. Aus der Praxis erzählten zwei Jungunternehmer, die erst vor kurzem den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben. Die 48-jährige Dr. Hermine Hitzler aus Bernried und der 43-jährige Andreas Rall aus Peißenberg haben die ersten Schritte in die Selbständigkeit bereits gemacht. Beide konnten den anwesenden Besuchern von ihren Erfahrungen berichten. Während die promovierte Physikerin Firmen in Sachen Energieeinsparung berät und darin unterstützt, die Kosten zu senken, hat sich Rall ein Geschäft aufgebaut, das Bestandteile und Werkzeuge für den Gitarrenbau an Kunden liefert. Im einem waren sich beide einig. Auch wenn es schön ist, sein eigener Chef zu sein, ist doch eines klar: „Man arbeitet selbst und ständig und muss für sich selbst die Verantwortung übernehmen und auch erkennen, wo die eigenen Grenzen sind“, vermittelte Hitzler ganz klar. Und Rall riet den Anwesenden: „Machen Sie viele Kurse, die Ihnen helfen, wie Sie selbständig werden und es auch bleiben. Und suchen Sie sich Leute, von denen Sie lernen können.“

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