Auf Deutschlands größtem Kaltblut-Fohlenmarkt

Frisches Blut für den Stall

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Fohlen und Mütter laufen zur Versteigerung auf.

Rottenbuch – Es war laut Florian Schelle „ein gelungener Fohlenmarkt“. Man habe tolle Fohlen zu sehen bekommen, die prämiert und dann versteigert wurden. 

Für Züchter und Halter von Kaltblütern in ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland ist Rottenbuch ein Pflichttermin. Entsprechend hoch her ging es bei der Versteigerung. 

Frisches, gutes Blut für den eigenen Stall treibe die Käufer bei der Auktion an. Es gehe darum, den eigenen Bestand zu verstärken. Das Angebot in Rottenbuch stimme einfach, so Florian Schelle, Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Oberbayern. Es gab Spitzenfohlen zu ordentlichen Preisen zu sehen, für eines wurden sogar 5 300 Euro gezahlt. Auch heuer ist der Rottenbucher Fohlenmarkt, der größte Deutschlands für Kaltblüter, seinem Ruf gerecht geworden. „Unsere Pferde sind begehrt“, weiß Schelle, von Oberbayern bis in die Lüneburger Heide.

Schon am frühen Morgen hatte der Auftrieb der Pferde begonnen, anschließend ging es zur Prämierung des Pferdenachwuchses. Dazu wurden die Fohlen in drei Klassen aufgeteilt: die Rosetten-Fohlen sowie die beiden Wertklassen I und II. Sie bestimmen, ein bisschen auch beeinflusst durch den Stammbaum, den Wert der Fohlen. Auch wenn der eine oder andere Deal vorher ausgehandelt wurde, bleibt Rottenbuch ein Pflichttermin für jeden Rosser. 

Zu Beginn der Auktion hatte Schelle die rund 6 000 Gäste begrüßt, die sich nicht nur für die Auktion, sondern auch für das Markttreiben drum herum interessierten. Dabei ging Schelle auf die Prämierung und Zucht ein und wünschte, dass die Züchter die Preise erzielen mögen, die sie verdienten. 

Jeder, der mit Kaltblütern arbeitet oder züchtet, hat den Rottenbucher Fohlenmarkt im Kalender. Man habe sogar schon in die Schweiz oder nach Dänemark verkauft, erinnert sich Schelle. Denn: „Unsere Tiere sind gutmütig und ruhig.“ Sie seien so etwas wie eine „Lebensversicherung“, bei Kutsch- und Planwagenfahrten ebenso wie für die Arbeit im Forst. Nicht ganz im Minutentakt wurden die Tiere versteigert, dafür aber steigen die Preise rasant, die Auktionator Michael Walser zu verkünden hatte. Schließlich habe man hochzufrieden sein können, sagte Schelle in seinem Resümee, insbesondere, was die erzielten Preise angeht. Nur die Besucherzahlen lagen wegen des schönen Wetters deutlich unter denen vergangener Jahre.

Von Oliver Sommer

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