Dr. Andreas Eder ist neuer Ärztlicher Direktor

Führungswechsel im Schongauer Krankenhaus

+
Der neue Ärztliche Direktor der Schongauer Klinik, Dr. Andreas Eder (Mitte), mit Vorgänger Dr. Ruprecht von Welser (li.) und Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann.

Schongau – Der Jahresanfang wird gern für Veränderungen genutzt. Dazu passt die Nachricht, die Krankenhaus GmbH jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs bekannt gab. Seit 1. Januar ist demnach Dr. Andreas Eder Ärztlicher Direktor der Schongauer Klinik. Er tritt in die Fußstapfen von Dr. Ruprecht von Welser, der das Amt zehn Jahre inne hatte und Ende Juni in den Ruhestand geht.

Wer eine ganze Dekade in einer Spitzenposition wirkt, hinterlässt Spuren – der eine mehr, der andere weniger. Im Fall von Dr. Ruprecht von Welser trifft zweifellos Ersteres zu. Schon als er 2005 von Tutzing als Chefarzt der Chirurgie nach Schongau wechselte, hatte von Welser eine genaue Vorstellung davon, wie sein Haus zukünftig organisiert sein müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Unter seiner Leitung – den Posten des Ärztlichen Direktors übernahm von Welser bereits kurz nach Dienstantritt – hielten Fachabteilungen in der Chirurgie Einzug. Auf Orthopädie, Unfall- und Allgemeinchirurgie folgten Abteilungen für Gefäß- und Neurochirurgie – ein frühes Alleinstellungsmerkmal der Schongauer Klinik. Von Welser war es auch, der die Gelenkendoprothetik am Standort etablierte und zum überregionalen Schwerpunkt ausbaute.

„Mit dem Aufbau des Endocentrums ist es ihm gelungen, die Klinik weit über die Landkreisgrenzen bekannt zu machen“, zeigte sich Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann voll des Lobes über den 67-Jährigen. Er vergaß freilich auch nicht zu erwähnen, dass die Zeiten in den vergangenen zehn Jahren nicht immer einfach waren. Gerade in den letzten Jahren, als die GmbH mit hohen Defiziten zu kämpfen hatte, habe von Welser „die Fahnen hochgehalten“, betonte Lippmann. 

Die immer noch angespannte Situation ist auch der Grund dafür, warum von Welser bereits zum Jahresbeginn den Posten des Ärztlichen Direktors räumte. „2015 ist ein wichtiges Jahr für die Zukunft der Krankenhaus-Gesellschaft, weshalb wir frühzeitig die Weichen stellen wollten“, erklärte Lippmann. Schließlich seien die Ärztlichen Direktoren der einzelnen Kliniken auch in die wirtschaftlichen Entscheidungen mit eingebunden. 

Es ist also eine Position mit großer Verantwortung, die Dr. Andreas Eder seit dem 1. Januar inne hat. Zugute dürfte ihm kommen, dass er bereits seit 2004 als Chefarzt der Inneren Medizin am Schongauer Krankenhaus tätig ist und demnach die Verhältnisse vor Ort bestens kennt. Lippmann hält viel vom 53-Jährigen. „Er vereint medizinische Expertise mit wirtschaftlicher Kompetenz. Zwei Dinge, die Hand in Hand gehen müssen, wenn wir die GmbH auf Kurs bringen wollen“, hob der Geschäftsführer hervor. 

Eders Ernennung durch den Aufsichtsrat gilt vorerst für zwei Jahre. Das Gremium bestätigte in seiner letzten Sitzung außerdem Prof. Dr. Andreas Knez (Ärztlicher Direktor Weilheim) und Dr. Wilhelm Fischer (Ärztlicher Direktor Peißenberg) im Amt. Offen ist noch, wer von Welser als Chefarzt der Chirurgie nachfolgt. 

Eder selbst erklärte bei seiner offiziellen Vorstellung, bei den anstehenden Veränderungen vor allem die Mitarbeiter mitnehmen zu wollen und ließ ein Zitat aus seiner Antrittsrede von 2004 folgen, das für ihn immer noch Bestand habe: „Wir wollen mutig in die Zukunft schreiten.“

Christoph Peters

Meistgelesene Artikel

Närrisches "Wohlfühlparadies"

Peiting/Hohenfurch – Bürgermeister Guntram Vogelsgesang wurde kurzerhand in Quarantäne gesteckt und ab ging die Post. Mit einem rauschenden Ball in …
Närrisches "Wohlfühlparadies"

Cool, cooler, Schongauer Prinzenpaar

Schongau – In Schongau hat die fünfte Jahreszeit begonnen. Der traditionelle Inthronisationsball war wie immer ein Riesenerfolg. Und doch war …
Cool, cooler, Schongauer Prinzenpaar

Friedrich Zeller will's nochmal wissen

Schongau/Memmingen – Zwölf Jahre war Friedrich Zeller Bürgermeister in Schongau, es folgten sechs Jahre als Landrat. 2014 verlor der 50-Jährige …
Friedrich Zeller will's nochmal wissen

Kommentare