Gehweg an der Marktoberdorfer Straße

30000 Euro für ein Provisorium

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Soll jetzt doch aufwendiger befestigt werden: der Gehweg entlang der Marktoberdorfer Straße.

Schongau – Noch immer ist der Fußweg auf der Südseite der Marktoberdorfer Straße vor den Meisenhöfen nur eine Kiesfläche. Dabei hatte der Bauausschuss im Juli beschlossen, die Verbindung bis zum Schuljahresbeginn zumindest mit einer wassergebundenen Deckschicht wiederherstellen zu lassen. Jetzt war der Gehweg erneut Thema – diesmal im Stadtrat.

Die Meisenhöfe: fertig. Der Kanal: erneuert. Doch vom ursprünglichen Gehweg entlang der Südseite der Marktoberdorfer Straße keine Spur. Schon im Juli rief das die Baufirma auf den Plan, sie beschwerte sich bei der Stadt und forderte, dass der Fußweg zumindest provisorisch wieder hergestellt werde, bis eine Entscheidung für oder gegen den geplanten Radweg gefallen sei. 

Im Bauausschuss zeigte man Verständnis, beschloss, dass die Verbindung für 9000 Euro mit einer wassergebundenen Deckschicht versehen werden sollte. Ein Kompromiss, denn 30000 Euro für ein richtiges Provisorium auszugeben, erschien den Stadträten dann doch zu teuer. 

Doch genau das stellte Stadtbaumeister Ulrich Knecht in der jüngsten Stadtratssitzung erneut zur Diskussion. Weil man den Radweg, der vom äußeren Kreisel bis zum Schulzentrum führen soll, nicht in Teilabschnitten verwirklichen könne, ohne auf Fördergelder zu verzichten, könnten bis zur Verwirklichung durchaus noch mehrere Jahre vergehen, begründete er. 

Eine wassergebundene Deckschicht sei nur eine kurzzeitige Lösung, erklärt Knecht auf Nachfrage des KREISBOTEN und fügt hinzu, dass auch die Baufirma noch einmal vorgesprochen habe. Für Friedrich Zeller (SPD) war der Beschluss alternativlos. Er wies auf die rechtliche Seite hin. „Wir sind Verursacher.“ 

Einspruch kam von der Alternativen Liste. Sowohl Bettina Buresch als auch Gregor Schuppe hielten die Maßnahme für zu teuer. Nina Konstantin plädierte dafür, den Radweg zumindest bis zum Forchet gleich richtig zu bauen. Eine Mehrheit fanden sie damit aber nicht. Mit 16:7-Stimmen segnete der Stadtrat das Provisorium ab.

Christoph Peters

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