Von "Gut" bis "Ungenügend" – Kreisausschuss verschafft sich einen Eindruck vom Beruflichen Schulzentrum

Noch nie tagte der Schulausschuss des Kreistags im Beruflichen Schulzentrum in Schongau. Doch nun war es endlich so weit und Schulleiter Johann Klucker nutzte die Gunst der Stunde, den Räten das Schulzentrum von seinen guten, aber auch seinen weniger guten Seiten vorzustellen. Schließlich ist der Landkreis als Sachaufwandsträger bei möglichen Modernisierungen und Ausbauvorhaben tonangebend.

1271 SchülerInnen besuchen derzeit die fünf Schulen, die unter dem Dach des Beruflichen Schulzentrums Schongau sind. Unterrichtet werden diese von 60 LehrerInnen. Dabei ist das Einzugsgebiet, aus dem die Schüler nach Schongau kommen, riesig: Es reicht von Mittenwald und Penzberg bis Landsberg und Bernbeuren. Auf einem Rundgang mit den Kreisräten konnten sich diese selbst ein Bild vom Zustand der Schule erwerben. Vor allem das „Haus im Haus“, das in der früheren Halle der Kfz-Mechaniker errichtet wurde und nun mit einer Vielzahl an für die Ausbildung der Elektroniker wichtigen Installationen ausgestattet wird, zeigte, welch hoher Ausbildungsgrad am Beruflichen Schulzentrum vorhanden ist. Immerhin 600000 Euro hat der Landkreis in den vergangenen vier Jahren in die Elektrotechnikabteilung gesteckt. Dass dieses Geld vorzüglich angelegt ist, verdeutlichte der Leiter der Elektroabteilung, Oberstudienrat Sepp Lory, der den Kreisräten zahlreiche Details aus der Fachrichtung der Elektrotechnik näher brachte. Relativ gut ausgestattet ist die Schule auch in Sachen EDV. Dass dies von größter Wichtigkeit ist und für eine moderne Ausbildung in den verschiedensten Berufen unerlässlich ist, verdeutlichte der stellvertretende Schulleiter Thomas Schütz. Dieser warnte auch vor einem Stillstand an Investitionen, denn gerade im Segment der EDV ist die Halbwertszeit der Neuerungen nur von kurzer Dauer. Weniger gut bestellt indes ist es mit den zwei Küchen, die vornehmlich von der Abteilung der Hauswirtschaft benutzt werden. Vor allem die zweite, kleinere Küche im zweiten Stock, genügt heutigen Anforderungen in keinster Weise. Hierauf verwies die Fachlehrerin der Hauswirtschaft, Traudl Betz. Doch weder eine Verlagerung ins Erdgeschoss, noch die Aufstockung des Schulhauses im Quertrakt sind realisierbar. Einzig die Räumlichkeiten im Erdgeschoss im südwestlichen Gebäudebereich hätten die Qualität für eine neue Küche. Doch da diese Räume der Stadt Schongau gehören, ist eine Verlagerung nicht so einfach durchführbar. Neben erheblichen Mitteln, die der Landkreis in eine neue Küche stecken müsste, wäre auch der Verzicht der Stadt auf die VHS-Räume erforderlich. Bis dahin, muss noch einiges geklärt werden.

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