Gute Laune trotz Heimpleite Über 500 Zuschauer bei Jubiläumsspiel – Hohenpeißenberg verliert 1:17

Und wieder klingelt es: Wattens Stürmer (weißes Trikot) markiert das 0:2 gegen die Hohenpeißenberger. Foto: Halmel

Weit über 500 Zuschauer im Stadion. Das würde sich mancher Fußballverein aus der Region bei seinen Spielen wünschen. Der TSV Hohenpeißenberg machte es möglich. Allerdings stand auch eine besondere Partie auf dem Programm.

Zum 100. Geburtstag des TSV hatten sich die Fußballer mit dem österreichischen Drittligisten WSG Wattens einen hochkarätigen Gegner geangelt und der spielte den A-Klassenmeister ordentlich schwindlig. Die Österreicher und der TSV verabschiedeten sich vor der Partie von dem Hohenpeißenberger Eigengewächs Ferdi Oswald, der ein Jahr das Tor der WSG hütete und nun zu Schalke 04 wechselt. Der Wunsch von TSV-Fußballchef Georg Kraus „Wir wollen gegen Ferdi ein Tor machen“, erfüllte sich nur halb. Den Rigi-Kickern gelang in der zweiten Hälfte durch Thomas Jerouschek zwar der Ehrentreffer. Zu dem Zeitpunkt stand Oswald aber nicht mehr bei Wattens, sondern bei seinem Heimatverein im Kasten. Die deutliche 1:17-Pleite gegen den österreichischen Regionalligameister, der unter anderem mit zwei ehemaligen Nationalspielern angereist war, konnte den Hohenpeißenbergern und auch Oswald die gute Stimmung jedoch nicht verderben. „Mir hat es Spaß gemacht“, bekannte der scheidende Torhüter, der nach langer Zeit wieder einmal gegen seine Brüder Max und Matthias, die beide im TSV-Team standen, spielte. Vor dem Anpfiff spielte der Trommlerzug aus der Marktgemeinde groß auf, dann ließen es die Böllerschützen ordentlich krachen. Die Niederlage war angesichts des Programms nur halb so schlimm. „Tiroler sind ja halbe Bayern“, nahm es Fußballvize Robert Goldbrunner, der am Mikrofon für die Unterhaltung sorgte, mit Humor. Gleichzeitig versuchte er, den Tordrang der WSG vergeblich einzubremsen. „Jetzt macht halt langsamer, ich komme mit dem Schauen nicht mehr nach“, kommentierte er das dritte Tor nach bereits zehn Minuten. Gut gelaunt zeigte sich auch Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch, der den TSV-Fußballern für ihre engagierte Jugendarbeit einen Scheck der Gemeinde überbrachte. Auf die Kosten kamen am Ende auch die Zuschauer. Ob beim Rahmenprogramm, unter anderem mit Torwandschießen, oder durch die Toreflut, auch wenn es die Hohenpeißenberger waren, die davon überrollt wurden.

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