Hiobsbotschaft zu Neujahr – EC Peiting verliert Top-Scorer und Tabellenführung

Das tat richtig weh: Mit einem brutalen Stockschlag streckte Passaus Florian Müller Peitings Top-Scorer Lubor Dibelka nieder. Foto: Halmel

Vier Punkte aus den drei Spielen rund um den Jahreswechsel. Diese Bilanz wird aber getrübt durch eine Hiobsbotschaft. Top-Scorer Lubor Dibelka wurde beim 3:2-Arbeitssieg gegen die Passau Black Hawks schwer am Knie verletzt, so dass er vermutlich einige Wochen ausfällt. Ohne ihn bot der ECP dem EC Bad Tölz dennoch gut Paroli. Im Spitzenspiel mussten sich die Mannen von Trainer Leos Sulak letztlich knapp mit 2:4 geschlagen geben. Im letzten Auswärtsspiel im alten Jahr beim EV Füssen ging es ebenfalls eng zu. Durch die 4:5-Niederlage nach Verlängerung gab es für die kampfstarken Peitinger aber wenigstens einen Punkt.

„Gegen Härte habe ich nichts einzuwenden, so lange es fair bleibt. So einen Stockschlag gegen Dibelka muss der Schiedsrichter aber härter bestrafen“, war Sulak nach der Passau Partie angefressen. Übeltäter Florian Müller kassierte lediglich eine Zwei-Minuten Strafe und durfte sich so kurz vor Schluss auch noch eine Tätlichkeit leisten. „Wir spielen aber kein schmutziges Eishockey“, versuchte Passaus Coach Jukka Ollila zu beschwichtigen. Gegen die Niederbayern erwischte der ECP einen Start nach Maß. Michael Kreitl und Dibelka markierten schnell eine 2:0-Führung. Ein Kontertor durch Schön (19.) brachte die Gäste aber wieder heran. Nach dem Foul an Dibelka nutzte Gordon Borberg (24.) die anschließende Überzahl um wieder den alten Vorsprung herzustellen. Den Passauern gelang nach einem Fehler der Hausherren durch Neuert (37.) noch einmal der Anschluss. Im letzten Drittel erwiesen sich die Gäste aber zu harmlos, um den Peitingern den Sieg noch streitig zu machen. In Tölz neutralisierten sich beide Teams zunächst. Die beste Chance zur Führung vergab Manni Eichberger (10. Minute) als er den Pfosten. Besser machte es in Überzahl Dubé (19.) beim 1:0 der Hausherren. In der Folge ließen die jungen Gästestürmer einige gute Chancen aus. Konsequenter zeigten sich die Tölzer, die durch Fischhaber (33.) per Konter auf 0:2 stellten. Danach überstand der ECP eine fünfminütige Unterzahl wegen der Spieldauerstrafe gegen Florian Simon unbeschadet. Im Schlussdrittel stemmten sich die Peitinger vehement gegen die Niederlage. Nach weiteren ausgelassenen Möglichkeiten gelang Milos Vavrusa (48.) der überfällige Anschlusstreffer. Mit dem ersten gefährlichen Angriff der Löwen im letzten Drittel stellte Strobl (54.) jedoch schnell wieder auf 1:3. Martin Pfohmann (59.) machte es mit seinem Anschlusstreffer dann noch einmal spannend. Bis Dubé (60.) mit einem empty-net-Treffer für die Entscheidung sorgte. „Die Jungs haben alles gegeben und sich gut geschlagen, nur hätten wir die Chancen besser verwerten müssen“, urteilte Sulak, der auch mit dem Auftritt in Füssen zufrieden war, auch wenn dort die Siegesserie endete. Nach verhaltenem Beginn brachte Kreitl die Gäste in Front. Golts sorgte aber umgehend für den Ausgleich, den Florian Simon aber sofort mit dem 2:1 beantwortete. Die Freude darüber währte aber auch nur kurz, da erneut Golts ausglich. In der Folge erarbeiteten sich die Füssener Vorteile. Nadeau brachte die Hausherren im Mittelabschnitt auch in Führung. Aus einem Gewühl heraus besorgte Pfohmann (30.) danach das 3:3. Im Schlussdurchgang gerieten die Gäste bei einer Zwei-Mann Unterzahl durch Nadeau (42.) erneut in Rückstand. Immer noch im Powerplay traf Füssens Leopold Prantl (44.) auch noch die Torstange. Die Peitinger gaben sich aber nicht geschlagen. Nach einer unübersichtlichen Situation traf Robin Slanina zum 4:4. Dabei blieb es bis zum Ende. In der Verlängerung hatten die Füssener durch ein Kontertor von Golts dann das bessere Ende für sich. Am Freitag, 7. Januar, geht es für den ECP mit dem Gastspiel in Regensburg weiter und am Sonntag, 9. Januar, um 18 Uhr kommt der SC Riessersee zum Derby nach Peiting. hal

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