Erweiterung des eigenen Klärwerks

Hochland baut Biogas-Anlage

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Die werkeigene Kläranlage der Firma Hochland jenseits der B17 reicht nicht mehr, um das anfallende Abwasser zu bewältigen. Das Unternehmen will sie daher erweitern.

Schongau – Seit 2000 betreibt der Schongauer Käseproduzent Hochland westlich der B17 eine eigene Kläranlage. Da deren Kapazität nicht mehr ausreicht, will sie das Unternehmen jetzt erweitern. Der Clou: Eine Biogasanlage soll künftig auch noch Strom liefern. Unangenehme Gerüche müssen die Schongauer aber nicht fürchten.

Die Überlegungen zu dem Projekt begannen 2013. Weil Hochland immer mehr verschiedene Käseprodukte herstellt, stieg in den vergangenen Jahren die Menge des Abwassers, das die Firma in die eigene Kläranlage jenseits der B17 einleitet. Denn bei jedem Produktwechsel im Herstellungsprozess müssen die Leitungen gespült werden, ehe sie wieder benutzt werden können. 

Direkt neben der bestehenden Anlage soll deshalb eine weitere Klärstufe entstehen, um die Kapazität zu erhöhen und die organischen Reststoffe aus den Reinigungsabwässern der Käseproduktion zu verwerten. Das besondere: Erstmals will die Firma dabei mittels einer zusätzlichen Biogasanlage Strom gewinnen. Dieser kann laut Hochlands Technik-Abteilungsleiter Helmut Pößniker bis zu einem Viertel des Bedarfs der Kläranlage decken. Die entstehende Wärme wird ebenfalls im Werk direkt genutzt. 

Errichtet werden dazu eine Maschinenhalle, ein Gas- und Schlammspeicher, sowie ein Fermenter, in dem die Gärung stattfindet. Angst vor unangenehmen Gerüchen braucht man im Übrigen nicht zu haben. „Wir leiten da das gleiche Abwasser rein wie bisher“, betont Pößniker. Fremdstoffe ausgeschlossen. 

Bereits im November 2013 habe man die Vertreter der Stadt frühzeitig über die Pläne informiert, sagt der Technik-Chef weiter. „Wir machen da ja kein Geheimnis draus.“ Diese zeigten sich im Bauausschuss durchaus angetan von der Idee. „Das Konzept macht auf jeden Fall Sinn“, sagte Bauamtsmitarbeiter Michael Wölfle. Da keines der geplanten Bauwerke höher als zehn Meter sei, füge sich das Vorhaben auch in die Umgebung ein. Einstimmig erteilte der Bauausschuss seine Zustimmung. 

Geht auch mit den übrigen Behörden alles so glatt, könnten laut Pößniker schon im Mai die Bagger anrollen. „Ich hoffe, dass wir im Frühjahr nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen können.“ chpe

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