Infoabend zur Pfarreienzusammenlegung

In Zukunft gemeinsam

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Brechend voll war Saal des Jakob Pfeiffer-Hauses beim Informationsabend der Stadtpfarreien.

Schongau – Ab 1. September werden die beiden Schongauer Stadtpfarreien Mariae Himmelfahrt und Verklärung Christi unter einem Dach firmieren. Wie genau die von der Diözese beschlossene Zusammenlegung ablaufen soll, darüber gab jetzt ein Informationsabend im Jakob-Pfeiffer-Haus Aufschluss. Das Interesse war groß.

„Ein großartiges Hoffnungszeichen“ erkannten die Verantwortlichen im zahlreichen Erscheinen der Pfarreimitglieder. Und obwohl auch an diesem Abend einige Fragen offen blieben, gelang es den Referenten, ein Stück weit Vorbehalte und Ängste zu zerstreuen, die die Ankündigung der Zusammenlegung der beiden Pfarreien mit sich gebracht hatte. 

 Auf Stadtpfarrer Norbert Marxer kommt künftig eine große Verantwortung zu. Ab 1. September wird er die Leitung der Pfarreien-Gemeinschaft Schongau bestehend aus den beiden Pfarreien Mariae Himmelfahrt und Verklärung Christi übernehmen. Doch was versteht man überhaupt unter einer Pfarreien-Gemeinschaft und warum ist sie nicht nur sinnvoll sondern sogar unumgänglich? „Auf die sich stetig verringernde Zahl von Pfarrern und pastoralen Mitarbeitern reagieren die katholischen Diözesen, indem einzelne Pfarreien zusammengefasst und unter eine gemeinsame Leitung gestellt werden“, erklärte Bernd Müller, Pastoraltheologe und Referent für Gemeindeentwicklung. 

Im Hinblick auf den baldigen Ruhestand von Pfarrer Karl Rottach, der die Pfarrei Verklärung Christi bereits seit 20 Jahren leitet, musste auch die Diözese Augsburg zwangsläufig eine pastorale Neustrukturierung und Raumplanung in Angriff nehmen. Für Schongau bedeutet das konkret, dass Pfarrer Norbert Marxer als leitender Priester die Gesamtleitung inne hat, ihm aber nach wie vor ein vollständiges Team pastoraler Mitarbeiter an die Seite gestellt wird. So garantiert die Diözese Augsburg, dass trotz der Zusammenführung von Mariae Himmelfahrt und Verklärung Christi keine Kürzung von Arbeitsstunden geplant ist. „Wie bisher wird es zwei Pfarrbüros mit eigenen Kirchenverwaltungen, zwei Pfarrgemeinderäte, zwei Mesner und zwei Organis-ten sowie die vielen kirchlichen Einrichtungen geben“, bestätigte auch Bernd Müller. 

Neu ist ein gemeinsames Entscheidungsgremium. Der Pastoralrat besteht aus je neun Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte und fungiert als übergeordnetes Organ. Nicht alle Fragen der Anwesenden konnten Silvia Hindelang, Bildungsreferentin in der Wies, und Bernd Müller allerdings konkret beantworten. Speziell bei den Themen Urlaubsvertretung, Gottesdienstplanung und vorhandenen Finanzmitteln mussten sie die Fragesteller vertrösten. „Eine endgültige Entscheidung wird sich erst zu einem späteren Zeitpunkt treffen lassen“. 

Klar sei, betonten beide, dass man die Eigenständigkeit der Pfarreien nicht zerstören, sondern die Vielfalt fördern wolle. Sie sollen künftig ihre Kräfte konzentrieren und sich gemeinsame Ziele und Schwerpunkte setzen. „Wie beispiels-weise beim Thema Asylbewer-berheim“, sagte Müller. Außer-dem müssten bestehende Strukturen erneut überdacht und somit Verbesserungen angestoßen werden, um den kirchlichen Umbruch zu bewältigen. „Was jetzt kommt, soll im konstruktiven Miteinander passieren und als Chance betrachtet werden.“ Getreu dem Motto „Zusammenwachsen und zusammen wachsen.“

Steffi Raab

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