Mit Köpfchen zum Erfolg

Die Sieger des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ im Voralpenland stehen fest. Insgesamt sind 106 Teilnehmer mit 59 Projekten beim Regionalwettbewerb bei Ausrichter Hoerbiger angetreten. Zu den 13 Siegern zählen auch Schüler aus dem Pfaffenwinkel.

Steffen Strobel vom Gymnasium Penzberg holte sich den Regionalsieg in der Sparte Mathematik/ Informatik. Der 20-jährige konstruierte ein CCD-Nah-Infrarot-System. Es ermöglicht Einblicke unter die Haut und macht den Venenverlauf sichtbar. Ebenfalls erfolgreich gingen Magdalena Nägelsbach und Megan Könne von der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau in den Regional-entscheid von „Schüler experimentieren“. Sie beschäftigten sich im Fachgebiet Biologie mit der Ursachenforschung vom Grauen Star. Die beiden Zwölfjährigen untersuchten anhand von Schweineaugen die Wirkung von äußeren Einflüssen auf das Augenlicht. Ihre Ergebnisse belegen, dass Wärme, Hitze, Licht sowie Masern, Medikamente, Drogen oder Augenverletzungen die Schädigung der Augenlinse begünstigen. Mit dem ersten Preis im Fachgebiet Technik wurde Christian Lenk vom Welfen-Gymnasium Schongau ausgezeichnet. Der 14-jährige Nachwuchswissenschaftler entwickelte eine Software, die es einem Roboter ermöglicht, definierte Punkte selbständig anzufahren. Der Roboter geht im freien Gelände, beispielsweise landwirtschaftlichen Nutzflächen, mit genauer Arbeitsvorgabe und Zieleingabe an die Arbeit. Wie man Licht hörbar machen kann, das zeigte Max Burggraf aus Bernried. Der Zwölfjährige vom Gymnasium Tutzing überzeugte im Fachgebiet Physik mit seiner Laserabhöranlage anhand zweier unterschiedlicher Prinzipien: die Reflexion des Laserstrahls an der schwingenden Scheibe sowie das Abtasten der Interferenzen. Damit hört Burggraf Töne an Glasscheiben ab. „Der Hoerbiger-Konzern hat eine Vielzahl von Angeboten zur Nachwuchsförderung etabliert. Da passt ,Jugend forscht’ optimal dazu,“ erläutert Thomas Englmann, Geschäftsführer der Hoerbiger Kompressortechnik GmbH. Der Anmelderekord unterstreiche die Bedeutung des Wettbewerbes. Er biete eine ideale Plattform, um mit Experten aus Wirtschaft und Schule ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Nach den bayernweiten Regionalentscheiden sind im April die bayrischen Landeswettbewerbe. Vom 30. März bis zum 2. April wird der Landeswettbewerb in der Sparte „Jugend forscht“ im Deutschen Museum in München ausgetragen. Die SiegerInnen der Regionalwettbewerbe von „Schüler experimentieren“ treten am 27. und 28. April bei der BMW AG in Dingolfing zum Wettstreit an. „Jugend forscht“ ist der größte europäische Wettbewerb für junge, naturwissenschaftliche und technische Talente. Für die 44. Wettbewerbsrunde haben sich erstmals bundesweit 10061 Teilnehmer angemeldet.

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