Kreisverkehr am Weilheimer Hof

In Peiting geht’s rund – vielleicht

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Die Kreuzung an der Münchenerstraße soll zum Kreisverkehr werden.

Peiting – In der jüngsten Sitzung des Peitinger Gemeinderats kam die Sprache auch auf den Kreisverkehr an der Abzweigung Münchenerstraße. Allerdings nicht so, wie wohl viele gehofft hatten, die endlich die Vollendung des vor anderthalb Jahren beschlossenen Kreisels erleben möchten.

Denn noch ist man laut Bürgermeister Michael Asam in Verhandlungen mit den Anrainern: Es fehlen ein paar Quadratmeter für die große Lösung.

Vor allem für die aus der Münchenerstraße kommenden Autofahrer wäre der Kreisverkehr eine Erleichterung. Stehen sie doch bei viel Verkehr am längsten an der Kreuzung, wo zwei der großen Verkehrsstränge in Peiting aufeinandertreffen. Diskutiert wird das Vorhaben schon lange, 2012 machte der Gemeinderat schließlich den Weg frei für den Kreisverkehr. Die Gelder für das Bauwerk sind mittlerweile auch im Haushalt eingestellt, Fördermittel bewilligt. 

Allein, der Spatenstich dafür fehlt, sehr zur Verärgerung einiger Peitinger Gemeinderäte. Der Grund: Für die größere Variante mit 26 Metern Durchmesser, die die Verwaltung favorisiert, fehlt es der Gemeinde noch an Fläche. So muss die Elektrofirma Hirschvogel einem Grundstückstausch mit der Gemeinde zustimmen, damit das Projekt realisiert werden kann. „Wenn wir etwas bauen, dann sollte es optimal sein“, erklärt Hauptamtsleiter Stefan Kort. Gemeint ist damit auch, dass die Querungshilfen für Fußgänger ebenfalls in das Bauwerk integriert werden sollen. 

Insbesondere nach den Kanalbauarbeiten im vergangenen Herbst in der Schongauer Straße dürften die Anrainer aber noch kritischer geworden sein. Manche befürchten, dass der Verkehr in den angrenzenden Wohngebieten während der Baustelle deutlich zunehmen wird. Geschäftsinhaber rechnen mit Umsatzeinbußen. Man sei bemüht, auf die Bedürfnisse und Belange aller Rücksicht zu nehmen, erklärt Kort. 

Im besten Fall kann mit dem Bau im Juli dieses Jahres begonnen werden. Um die Belastungen für Anrainer wie den Verkehr so gering wie möglich zu halten, soll die Kreuzung nur teilweise für den Verkehr gesperrt werden. Könnte man die Baustelle komplett sperren, wäre der Bau in vier Wochen realisierbar, heißt es im Marktbauamt. Mit der halbseitigen, ampelgesicherten Lösung aber sind sieben Wochen realistischer. So oder so hängt jetzt alles vom Ausgang der Grundstücksverhandlungen ab, ob, und falls ja, wann man mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Oliver Sommer

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