Kulturerbe dauerhaft sichern – Regionalplan-Fortschreibung: Schutz der Wieskirche verbindlich

Der Planungsverband Region Oberland hat auf Anregung der Regierung von Oberbayern zum Schutz der Wieskirche ein so genanntes Ziel im Regionalplan ergänzt, um den Weltkulturerbe-Status der Wieskirche dauerhaft zu sichern.

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hat diese Fortschreibung nun für verbindlich erklärt: „Damit soll die Wieskirche als ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft vor optischen und sonstigen Beeinträchtigungen bewahrt werden, die ihren Rang als Weltkulturerbestätte gefährden könnten.“ Es sollen somit alle Maßnahmen vermieden werden, die das Landschaftsbild im Umfeld der Welterbestätte oder den Blick zur Kirche erheblich beeinträchtigen oder mit dem Schutz der Welterbestätte nicht vereinbar sind. Die Wieskirche ist derzeit neben dem Limes die einzige Weltkulturerbestätte in Oberbayern. Neben ihrer kultur- und bauhistorischen Bedeutung und ihrer Stellung als Wallfahrtskirche besitzt die Wieskirche eine hohe touristische Attraktivität und Bedeutung für die gesamte Region. Als außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kultur wurde die Wieskirche 1983 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Aussagen des UNESCO-Welterbekomitees zu umstrittenen Planungsvorhaben im Umfeld von Kulturerbestätten haben verdeutlicht, dass die UNESCO in Einzelfällen eine Gefährdung der Weltkulturerbestätten nicht ausschließen kann. Als Beispiele seien die Auseinandersetzungen um den Kölner Dom oder die Waldschlösschenbrücke in Dresden genannt. Der Planungsverband hat bei der Regierung von Oberbayern die Verbindlichkeitserklärung für dieses Ziel beantragt. Am 12. Januar 2010 wurde der Entwurf durch den Planungsausschuss abschließend beschlossen. Die Regierung von Oberbayern hat den Fortschreibungsentwurf geprüft und mit Bescheid vom 10. Mai für verbindlich erklärt Der Fortschreibungsentwurf ist auch im Internet abrufbar unter www.regionoberland.de.

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