Für den Landkreis viel bewegt – Silberne Ehrenringe des Landkreises für soziales und wirtschaftliches Engagement

V. li.: Landrat Dr. Friedrich Zeller überbgab die Silbernen Ehrenringe an Klaus Hosse, Heidrunn Brugger und Pfarrer Gerhard Schmid. Foto: Gsöll

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KATHARINA GSÖLL Hohenpeißenberg – Drei silberne Ehrenringe hat der Landkreis Weilheim-Schongau in diesem Jahr vergeben. Ihre Träger sind Heidrun Brugger, Pfarrer Gerhard Schmid und Klaus Hosse. Als „echte Wirtschaftsfördererin und Netzwerkerin“, die bedeutende Lobbyarbeit für den Landkreis Weilheim-Schongau betrieben hat, bezeichnete Landrat Dr. Friedrich Zeller Heidrun Brugger, die 24 Jahre für die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern tätig war. Seit 1996 war sie Vorsitzende des IHK-Gremiums Landsberg-Weilheim-Schongau und Vizepräsidentin der IHK. Die Weil- heimer CSU-Stadträtin hat die Einrichtung der Stabstelle Wirtschaftsförderung im Landratsamt vorangetrieben und Maßnahmen initiiert, die den Landkreis als Wirtschaftsstandort entscheidend nach vorn gebracht haben – die Unternehmensbefragung, das Stand- ortgutachten, die Existenzberatung und nicht zuletzt die vielen innovativen Beiträge und oft auch kritisches Hinterfragen im Arbeitskreis Wirtschaft. Der zweite Ehrenringträger im Jahr 2011 ist Pfarrer Gerhard Schmid. Geboren 1933 in Stuttgart, war er 1974 Mitbegründer der Ökumenischen Sozialstation in Peißenberg – damals, in der Zeit bevor das Pflegegesetz eingeführt wurde, war dies echte Pionierarbeit. 2010 feierte er sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Als Krankenhausseelsorger ist er bis heute sowohl im Peißenberger Krankenhaus wie auch in der Sozialstation und im Ulrich-Lindauer-Haus tätig und sein Rat ist bei Alt und Jung gefragt. Mit ihm als Seelsorger sei kein Psychiater notwendig, so lobte ihn der Chefarzt des Krankenhauses Peißenberg, Dr. Wilhelm Fischer. Bemerkenswert sei, so Zeller, die Einstellung Schmids: „Erst Mensch, dann Christ und dann Pfarrer“ zu sein. „Wenn man etwas gerne tut ist es keine anstrengende Arbeit. Ich habe gerne geholfen“, zeigte sich der Geehrte bescheiden. Die Auszeichnung solle auch all jenen gelten, die ihn bei seiner Arbeit unterstützt haben. 2001 wurde Schmid das Bundesverdienstkreuz verliehen. Auch wurde Klaus Hosse, geboren 1924, von Zeller als „soziales Gewissen des Landkreises“ gelobt, der Silberne Ehrenring verliehen. Hosse ist erster Vorsitzender des Katholischen Ambulanten Krankenpflegevereins Pfaffenwinkel und ehemaliger Geschäftsführer der Ökumenischen Sozialstation in Peißenberg. Der Ingenieur (Vermessungsdirektor a.D.) engagiert sich im Seniorenbeirat der Marktgemeinde und als Schriftführer im Caritasverband. Er ist Mitglied des Stiftungsvorstandes der Paula-Lindauer-Stiftung. Sein besonderer Einsatz gilt der Mobilität für ältere und Menschen mit Behinderung. Für sein umfangreiches ehrenamtliches Engagement wurde er 2001 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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