Aus dem Leben eines Arbeiters

Mit elf Jahren fängt Fridolin Haugg (1905 – 1975) an zu arbeiten. Zeit seines Lebens wechseln sich Mühsal, harte Arbeit und Entbehrungen mit Glück und Freude ab. Im Buch „Bauernknecht und Bergmann im Pfaffenwinkel“ erzählt dessen Sohn Fridolin Haugg jun. auf 89 Seiten die Geschichte seines Vaters.

Dessen Leben war schon in jungen Jahren von Schicksalsschlägen geprägt. Im Jahr 1905 in Pforzen geboren, aufgewachsen als Sohn eines Tagelöhners, muss der junge Fridolin Haugg den Tod von fünf seiner neun Geschwister miterleben. Als elfjähriger Bub arbeitet er beim Bauern, besucht die Schule und packt dann mit zwölf Jahren im Stall, auf dem Feld und im Wald kräftig an. Mit 17 Jahren kommt der Bursche als Fuhrknecht nach Pforzen und lernt dort seine spätere Frau Agnes kennen. Gemeinsam finden sie in der Altenstadter Keller-Mühle Arbeit. Mit dem Pferdefuhrwerk holpert Haugg über den Böbinger Berg, bringt Getreide in die Mühle und das gemahlene Mehl zu den Menschen. Der kleine Aufstieg kommt mit der Arbeit als Bergmann am Hohen Peißenberg, mit Agnes zieht er nach Hohenpeißenberg. Das Schürfen der Kohle ist für den Arbeiter kein Zuckerschlecken. Auch hier muss Haugg anpacken, kann aber in seiner Freizeit den Lohn der harten Arbeit genießen. Mit Ehefrau Agnes, die Hochzeit war im Jahr 1929, genießt das Paar die Geselligkeit. Sie treffen sich mit anderen Menschen zum „Heimgarten“, Singen und Musizieren und erfreuen sich an der Natur der Voralpenlandschaft. Sohn Fridolin Haugg jun. bittet seinen Vater, dessen Erinnerungen aufzuschreiben. Er beginnt damit im Oktober 1971, vier Jahre später stirbt er in Hohenpeißenberg. 34 Jahre später veröffentlicht der Sohn die Autobiografie seines Vaters. Info: „Bauernknecht und Bergmann im Pfaffenwinkel“ von Fridolin Haugg ist im Maximilian Dietrich Verlag (ISBN 978-3-87164-171-8) erschienen.

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