Sanierung geht in die letzte Runde

Leichenhaus am Waldfriedhof: Aus Alt mach Neu

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2015 werden nicht nur die Toiletten im Leichenhaus modernisiert, sondern auch der Vorplatz umgestaltet.

Schongau – Der Zahn der Zeit nagt am Leichenhaus am Schongauer Waldfriedhof. Schon 2009 hat die Stadt deshalb damit begonnen, das Gebäude umfangreich instandzusetzen. Nach der Außen- soll jetzt im nächsten Jahr die bisher geschobene Innensanierung erfolgen. Auch im Außenbereich wird Hand angelegt.

Als 1964 das Leichenhaus am Schongauer Waldfriedhof errichtet wurde, war manch Stadtrat, dem Hochbau-Chef Thomas Ola in der jüngsten Bauausschusssitzung den aktuellen Stand der Sanierung vorstellte, noch gar nicht geboren. Fünf Jahrzehnte haben sichtlich Spuren hinterlassen, wie Ola anhand von Bildern aufzeigte. Bereits 2009 hat die Stadt deswegen mit der Sanierung des Gebäudes begonnen. 

Als erstes wurden für 37000 Euro Teile des Flachdachs erneuert. Der Rest folgte im vergangenen und in diesem Jahr. Außerdem wurde die Fassade und der Glockenturm neu gestrichen sowie die Fenster erneuert. Kostenpunkt: 180000 Euro. 2015 soll es jetzt endlich auch im Inneren des Leichenhauses vorangehen. 

Die Kosten für diese bislang immer wieder verschobene Maßnahme bezifferte Ola auf rund 240000 Euro. Dafür werden die Sanitäranlagen komplett erneuert und barrierefrei gestaltet, die Wände neu gestrichen, eine neue Abluftanlage eingebaut und die Elektroinstallation vollständig erneuert. Außerdem wird eine Lautsprecheranlage für den Vorplatz installiert. 

Gerade eine behindertengerechte Toilette, die auch mit dem Rollstuhl befahren werden könne, sei ein dringendes Anliegen des Seniorenbeirates gewesen, begrüßte ALS-Stadtrat Siegfried Müller das Vorhaben. 

Doch nicht nur im Inneren tut sich im kommenden Jahr etwas. Auch der Außenbereich wird überarbeitet. So soll der defekte Asphalt vor dem Leichenhaus zurückgebaut werden. „Wir wollen die Außenanlage auch mehr begrünen“, erklärte Ola. Gleichzeitig ist geplant, das Lager des Bestatters, das sich derzeit an der Aussegnungshalle befindet, an eine andere Stelle des Friedhofs zu verlegen. 

Die Kosten für den vierten Bauabschnitt liegen laut dem Hochbau-Chef bei noch einmal rund 150000 Euro. Alle Mittel sind bereits im Haushalt eingeplant. Ilona Böse regte noch an, die Einrichtung eines digitalen Verzeichnisses der Gräber zu prüfen. „Es kommen immer mehr Leute von außerhalb, da würde das Sinn machen“, so die SPD-Stadträtin.

Christoph Peters

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