"Magnet" für die Schongauer Altstadt

Noch nichts entschieden

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Könnte bald als Filiale für eine große Modekette dienen: das derzeit leerstehende Gonizianer-Haus in der Weinstraße.

Schongau – Noch ist es ruhig im Gonizianer-Haus, doch hinter den Kulissen wird fleißig gewerkelt. Ob eine große Modekette tatsächlich eine Filiale im Gebäude in der Weinstraße in Schongau eröffnet, ist allerdings weiter offen.

Mit wem er Gespräche führt, will Klaus Kirstein nicht verraten. „Wir haben darüber Stillschweigen vereinbart“, sagt der Geschäftsführer des gleichnamigen Musikhauses. Seit Oktober ist Kirstein im Besitz des Gonizianer-Hauses, Mitte Januar wurde sein Plan publik, es als Filiale an eine große Modekette vermieten zu wollen (der KREISBOTE berichtete). 

Doch einfach ist das Vorhaben nicht. Von mehreren Interessenten ist nur mehr einer im Rennen, die Forderungen schwierig zu befriedigen. Größtes Problem: Die Verkaufsfläche. Um sie zu vergrößern, hat Kirstein bereits den angrenzenden, ehemaligen Schlachthof der Metzgerei Boneberger ins Auge gefasst, womit die Fläche auf über 1000 Quadratmeter ansteigen würde. Doch auch das sei dem Interessenten noch nicht genug, erklärt der Hausbesitzer, weshalb ein Architekturbüro derzeit damit beauftragt sei, das „absolute Maximum“ aus dem Gebäude herauszuschlagen. 

Auch aus diesem Grund rechnet Kirstein mit einer endgültigen Zu- oder Absage erst in zwei bis drei Monaten. Finanzieren müsste der Hausbesitzer den nötigen Umbau im übrigen selbst. „Das ist ein Riesenprojekt für mich“, betont Kirstein. 

In der Stadt steht man hinter dem Vorhaben, schließlich weiß man auch dort, dass die Schongauer Altstadt ein Geschäft mit Magnetwirkung dringend bräuchte und Kirsteins Projekt vielleicht die letzte Chance ist. Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl (SPD) war deshalb selbst bei einigen Gesprächen mit möglichen Interessenten dabei. „Wir versuchen als Stadt soweit wie möglich entgegenzukommen“, sagt das Stadtoberhaupt, wohl wissend, das nicht jede Forderung zu erfüllen ist. 

Sollten die Verhandlungen mit der Modekette doch noch scheitern, gäbe es wohl dennoch eine Zukunft für das Gonizianer-Haus. „Wir werden dann wahrscheinlich in Richtung Lebensmittel gehen“, verrät Kirstein seinen Plan B. chpe

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