Mehr Geld für die Wasserwacht – Gebührenerhöhung im Plantsch – Finanzausschuss beschließt Zuschuss

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CHRISTOPH PETERS, Schongau – Durchschnittlich 150 Kinder und Jugendliche trainiert die Wasserwacht Schongau-Peiting pro Woche auf 15 Bahnen im Schongauer Bad Plantsch. 20 Euro Miete musste der Verein dafür bislang pro Bahn an das Kom- munalunternehmen bezahlen. Eine Summe von rund 10 000 Euro, die die Stadt Schongau übernahm. Nun hat der Plantsch-Verwaltungsrat vor einiger Zeit entschieden, die Gebühr zum 1. Januar 2012 auf 30 Euro anzuheben. Auf 6 200 Euro beziffert die Wasserwacht dadurch ihre Mehrkosten – zuviel, um sie selbst zu schultern, weshalb der Verein nun in einem Antrag an die Stadt um die Übernahme der zusätzlichen Kosten bat. Als Begründung führt der Verein an, dass alle Trainer ehrenamtlich arbeiten würden. Zudem übernehme die Wasser- wacht in der Freibadsaison den Wachdienst am Lido und unterstütze die Schwimmmeister mit ausgebildeten Sanitätern sowie Rettungsschwimmern an den Wochenenden im Plantsch. Andreas Kosian, Vorstand des komunalen Unternehmens, kann den Antrag daher gut verstehen, auch wenn die Tariferhöhung eine dringend erforderliche Maßnahme gewesen sei. „Es gab in der Vergangenheit mehrere Erhöhungen für die Besucher, aber nie für die Vereine. Da mussten wir die Relation wiederherstellen.“ Im Falle der Wasserwacht empfahl er den Mitgliedern des Finanzauschusses, den Antrag wohlwollend zu prüfen. Der Verein leiste schließlich einen Dienst an die Allgemeinheit und verfüge über eine „wahnsinnige Kompetenz“, erklärte Kosian. Müsste das Bad zudem die ehrenamtliche Arbeit der Wasserwachtmitglieder mit eigenem Personal erledigen, käme dies dem Unternehmen deutlich teurer. Das leuchtete auch den Gremiumsmitgliedern ein, die dem Antrag daher einstimmig stattgaben. Zumal der Markt Peiting im Vorfeld bereits einen Zuschuss in Höhe von 4 000 Euro gewährt hatte und sich so die Kosten für die Stadt Schongau auf 2 200 Euro reduzieren. Ob das Plantsch die Dienste der Wasserwacht als fiktive Kosten verbuchen und so mit den Mehrkosten durch die Gebührenerhöhung verrechnen kann, wie Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl vorschlug, muss erst noch geprüft werden. Laut Vorstand Kosian könnte dem Verein eventuell durch die Gutschrift der Verlust der Gemeinnützigkeit drohen.

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