"Meine Frau bin ich"

Temporeich und kurzweilig

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Hausarbeit statt Stallarbeit für Bauer Georg: Da schauen ihn auch die Nachbarn Johann und Hugo komisch an.

Peiting – Wie der liebe Gott Beziehungsprobleme löst, geben heuer „De Theaterer“ des Peitinger Trachtenvereins zum Besten. Bei der Premiere der göttlichen Verwechslungskomödie „Meine Frau bin ich“ von Andrea Döring begeisterten sie am Ostersonntag die Besucher der ausverkauften Premiere in der Schloßberghalle.

Auf sehr gekonnte Weise strapazierten die Darsteller die Lachmuskeln der Zuschauer und wurden dafür immer wieder mit viel Applaus und zum guten Ende mit wohl verdienten Vorhängen belohnt. 

Bei den Bauersleuten Bärbel und Georg hängt der Haussegen total schief. Dauernd fliegen die Fetzen. Jeder der beiden weiß, wo’s und wie’s lang gehen muss auf dem Hof und in der Ehe– nur der jeweils andere nicht. Das nervt nicht nur die beiden. Besonders lei-den darunter die Magd Vroni und der Knecht Korbinian und Bärbels Mama sowie die lieben Nachbarn: die neidische Cornelia Hornbichler mit ihrem unterdrückten Ehemann Hugo Hornbichler, die betuliche Brandnern und der vergessliche Johann. 

Erbarmen in dieser verzwickten Situation hat nur der liebe Gott, der Vronis Gebet erhört und – begleitet von einem himmlischen Gewitter – wahrhaft Göttliches bewirkt. Am Morgen des nächsten Tages wachen Bärbel und Georg jeweils im Körper des anderen auf. Jetzt macht der Bauer den Kaffee und die Hausarbeit und die Bäuerin seinen Job – und nichts geht mehr, weder in der Liebe, noch am Stammtisch. 

Auf dem Höhepunkt all dieser Widrigkeiten und Turbulenzen gelangen die beiden vertauschten Eheleute zu völlig neuen An- und Einsichten über den jeweils anderen und geloben Besserung, wenn der liebe Gott mit ihnen Erbarmen hat. Und diese zeigt er denn auch durch eine erneute göttliche Fügung. 

In der temporeichen, immer kurzweiligen Komödie in drei Akten unter der Regie von Bernard Huber brillieren alle Laien-darsteller auf ihre Weise. Pointiert verstehen es die Akteure, den Zuschauern mit einer wunderbaren Leichtigkeit und ohne erhobenen Zeigefinger den eigenen Spiegel vorzuhalten, in den sie schmunzelnd hineinschauen können.

Das kam an beim Publikum: Bei der Premiere wurde viel gelacht und noch mehr geklatscht. In den beiden Pausen sorgte die eine oder andere gesehene zwischenmenschliche Szene für viel amüsanten Gesprächsstoff. 

Wer die Premiere verpasst hat, der kann den empfehlens-werten Dreiakter noch am morgigen Sonntag, 27. April, am Mittwoch, 30. April, und am Samstag, 3. Mai, sehen. Karten gibt es im Peitinger Tourismusbüro oder direkt beim Theaterleiter Bernhard Huber (Tel. 0163/7278327).

Friedhold Flos

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