Meisterhafte Ehrungen

Der eine ist „Meister der Meister“ seines Sportes, die andere gerade mal sieben Jahre alt und „Häschen“ und die dritten sind zwei Meister auf sechs Beinen. Doch neben der Tatsache, dass sie die Besten ihres Sports sind – in ganz Deutschland, Europa und sogar der Welt – hatten Peter Wankerl, Julia Schäfer und Claudia Wagner noch eines gemeinsam. Sie wurden am vergangenen Freitag mit weiteren 137 Sportlern vom Landkreis Weilheim-Schongau als Sportler des Jahres geehrt.

Einzig die, deren Sport nun Hochsaison hat – die Alpinskifahrer – waren bis auf eine Ausnahme nicht dabei. Für sie – Fritz Dopfer, Werner Henritz und Christian Veit – hatte man das Programm umgestellt. So wurde das Publikum, nach einleitenden Worten von Landrat Dr. Friedrich Zeller, mit einem stimmungsvollen Film über die Alpin- wintersportler des Landkreises eingestimmt. Sie machen bei deutschen und Weltmeisterschaften (wie Fritz Dopfer im Riesenslalom und im Super G) auf den Pfaffenwinkel aufmerksam. Einzig Theresia Jocher hielt die Fahne für die Skifahrer hoch und nahm aus der Hand von Landrat Zeller die Medaille entgegen. Daneben galt es für Zeller und seine Stellvertreterin Andrea Jochner- Weiß 137 Sportlerinnen und Sportler im Jakob-Pfeiffer-Haus in Schongau auszuzeichnen. Wie etwa Peter Wankerl, Deutscher Meister im Kyudo, dem japanischen Bogenschießen. Der Weilheimer ist in Europa Sempai, das heißt Meister der Meister, wie es die Japaner definieren. Und damit Teil einer 500 Jahre alten Tradition, in der die Kunst und das Wissen von Meister zu Schüler weitergegeben werden und für einen Außenstehenden kaum nachzuvollziehen sind. Neben dem Kyudo ehrten Zeller und Jochner-Weiß Athleten zahlreicher Kampf- und Kraftsportarten, Schützen, Tänzer, Tennisspieler, Fingerhakler und Motorsportler, Fechter und Turner, Du- und Tri- athlethen und Leichtathleten aus allen Leistungsklassen und verschiedensten Altersstufen, die an der Bayerischen Meisterschaft sowie Weltmeisterschaft teilgenommen hatten. Leichter nachzuvollziehen ist dagegen das Können von Julia Schäfer. Mit sieben Jahren war sie Erstplatzierte bei der Bayerischen Meisterschaft, heuer in der „Häschenklasse“ Zweite im Kunstlauf auf den klassischen Rollschuhen. Mit dreieinhalb hatte die Peißenbergerin ihren Sport begonnen, war an diesem Abend auch die Jüngste im Saal und findet den Titel, ihren Sport und auch die Auszeichnung „einfach toll“. Dabei muss die junge Meisterin Figuren auf den Rollerskates zeigen wie einst auch Katharina Witt auf Kufen: Tuloops, Salchows und Pirouetten. Nur ein Jahr älter ist dagegen eine weitere Meisterin, die allerdings nie ohne ihr Frauchen anzutreffen ist: Denn Megan ist Suchhund und gemeinsam mit Claudia Wagner Deutsche Meisterin und heuer Vizemeisterin. „Bei den Wettkämpfen“, so Claudia Wagner, „muss der Hund neben seinem Spürsinn bei der Suche in Trümmern, Lawinen oder in der Fläche seinen Gehorsam zeigen und beim ,Geräteturnen’ Aufgaben an diversen Objekten lösen.“ Wobei für diese tierische Sportlerin alles ein Spiel ist, auch wenn sie dabei Menschen rettet. Einen besonderen Sportler hatte Zeller vorab ausgezeichnet. Dieser hatte sich durch sein ehrenamtliches Engagement im Sport verdient gemacht, erklärte Zeller. 33 Jahre lang war Gabriel Bertl aktiver Schiedsrichter und leitete dabei über 2500 Eishockeyspiele, wobei kein anderer, so Zeller, so lange dabei war, wie Bertl. Weshalb der Sportlerbeitrat einstimmig beschlossen hatte,dem Schiedsrichter vom SC Forst für seine Verdienste im Landkreis Weilheim- Schongau den Zinnteller mit Silberplakette zu verleihen.

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