Neubau der Peitinger Firma Hirschvogel

Mutiges Design

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Links vom bestehenden Haus der Firma Hirschvogel soll der Neubau entstehen. Das Obergeschoss wird mit Holz verkleidet. Neben und hinter dem Haus entstehen die Parkplätze.

Peiting – Bürgermeister Michael Asam sprach von einem Hingucker, einem Gewinn für den Ort. Demgegenüber war Ratskollege Andreas Barnsteiner kritischer. Der Erweiterungs-Entwurf, den die Firma Hirschvogel vorgelegt hatte, sei sehr gewagt. Trotzdem stimmte auch er für den Antrag, der einen kubusähnlichen Neubau vorsieht, in dem das Unternehmen künftig seine Küchenentwürfe ausstellen will.

Gefällig fügt sich der Bau auch an den künftigen Kreisverkehr an. Von oben gesehen ist der Neubau ein zweistöckiger Kubus, der über einen dreieckigen Verbindungsbau an den Altbestand des Küchenstudios angeschlossen wird. Das Obergeschoss soll mit Holz verkleidet werden. 

Ein moderner Bau sei der Entwurf, der nicht im Stil des Bestandes gehalten sei, stellte Marktbaumeister Jochen Rohrmoser fest. Man habe hier einen klaren Schnitt. Dem Neubau attestierte Rohrmoser, dass er durch seine Art die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich verbessere. 

Das Obergeschoss des Kubus ist nach vorn versetzt und überdacht damit die Schaufensterfront des Küchenstudios, was auf diese Weise eine Promenade schafft. Neben dem Gehweg sollen weitere Stellflächen entstehen, die baulich vom künftigen Kreisverkehr getrennt sind. 

Der Entwurf habe ihn überrascht, gestand Michael Deibler (CSU). Er ergänze den Bestand aber in einer modernen Form. „Man muss sich auch mal was trauen.“ Gerhard Heiß empfand den geplanten Neubau ebenfalls als Bereicherung. 

Demgegenüber monierte Barnsteiner, dass man vor 40 Jahren auch schon „Gebäude mit Pfiff“ gebaut habe und forderte, dass der Architekt umplanen solle. Dem widersprach allerdings der Marktbaumeister. Man solle froh sein um Architekten, die so etwas hinbekämen. „Außerdem ist der Entwurf genehmigungsfähig“, betonte er. 

Auch Franz Seidel stieß in dieses Horn, man habe nicht zu diskutieren, welche Architektur schön sei sondern nur, was zulässig ist. Herwig Skalitza fügte noch an, dass man sich ruhig mal etwas zutrauen könne. Dieser Empfehlung folgten schließ-lich alle Räte und gaben dem Bauantrag ihr OK.

Oliver Sommer

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