Spektakuläre Brückenmontage über B17

Fußweg in luftiger Höhe

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Präzisionsarbeit: Mit zwei Autokränen wurde die neue Fußgängerbrücke an Ort und Stelle gebracht. Sie verbindet das Hoerbiger-Werk mit dem neuen Parkplatz westlich der B17.

Schongau – „Über sieben Brücken musst Du gehen“, sang einst die Gruppe Karat. Das war einmal. Jetzt sind es acht an der Zahl. In einer spektakulären Aktion wurde Dienstagnacht die neue Fußgängerbrücke auf Höhe der Hoerbiger Antriebstechnik in der Bernbeurener Straße über die B17 gesetzt. Sie verbindet das Betriebsgelände mit dem neuen Parkplatz an der Römerstraße.

20 Uhr Ortszeit. An den Anschlussstellen der B17 zwischen Altenstadt und Schon-gau wird der Verkehr umgeleitet. Nur einige Sicherungsfahrzeuge sind auf Höhe des Hoerbiger Areals platziert. Das weckt Interesse. Zuschauer pilgern zu verschiedenen Stellen, um dem Schauspiel beizuwohnen. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass eine komplette Brücke in einer Nachtaktion montiert wird. 

Gegen 21 Uhr treffen die beiden Autokräne ein, welche die Brücke setzen sollen. Mit dabei vier Tieflader, welche die dazugehörenden Gegengewichte transportieren. Dann trifft weit nach Mitternacht der Schwertransport mit der 31 Tonnen schweren und 33 Meter langen Brücke aus dem 180 Kilometer entfernten Fertigungsort Süßen bei Stuttgart ein. 

Um 1:30 Uhr heben die Kräne die Stahlkonstruktion vom Tieflader. Die Drehung um 90 Grad klappt problemlos, das Aufsetzen ist fast ein Kinderspiel. Genau 15 Minuten dauert der Kraftakt. Dann Millimeterarbeit. Zwei Auflagepunkte aus Stahl müssen nachjustiert werden. 

Kurz vor 3 Uhr das erlösende Kommando: Ablassen und Aushängen. Es ist Klaus Knauthe, einer der Schweißer der Firma, der am Morgen das Licht ausmacht. Diese mussten alle Verbindungsteile zu den Pfeilern noch fest verschweißen. Bei einem Sturm würde die Brücke so viel Angriffsfläche bieten, dass sie herunterstürzen könnte. Dann ist der Kraftakt geschafft. Das Team auch.

hh

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