Neuer Bebauungsplan-Entwurf vorgestellt

Am V-Markt wird’s grüner

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So sieht der neue, deutlich grünere Entwurf für die Änderung des Bebauungsplans „Wiesenweg“ aus.

Schongau – Der Schongauer V-Markt will bekanntlich seine Tankstelle und Waschanlage erneuern. Bevor die Bagger den alten Anlagen den Garaus machen und die neuen im südlichen Bereich des Geländes errichtet werden können, muss die Stadt jedoch den Bebauungsplan ändern. Weil im ersten Entwurf zu wenig Grünflächen berücksichtigt waren, legte Planer Dietmar Hörner dem Bauausschuss jetzt eine überarbeitete Version vor. Dass das Unternehmen das neue Grundflächenkonzept auch umsetzt, soll eine Bankbürgschaft garantieren.

Mehr Bäume, mehr Grüninseln: Die neue Planung für die bislang eher trostlos anmutende Parkplätzfläche stieß bei den Stadträten durchwegs auf Zustimmung. „Das ist wesentlich besser“, fand Peter Blüml (CSU). Ursprünglich hatte Hörner dem Problem der fehlenden Grünflächen auf anderem Weg beizukommen versucht. So hatte der Fachliche Naturschutz im Landratsamt bei der ersten Anhörung der Träger öffentlicher Belange vorgeschlagen, die private Grünfläche im Norden des V-Markts als Ausgleichsfläche einzubeziehen. Doch deren Besitzer habe nicht verkaufen wollen, berichtete der Architekt, woraufhin das Unternehmen einen Landschaftsplaner eingeschaltet habe, um die benötigten Grünflächen anderweitig zu schaffen. 

Bei einem Termin mit Vertretern der Naturschutzbehörde und des Landratsamts sei die neue Planung gut angekommen, sagte Hörner. Sollten alle Maßnahmen umgesetzt werden, hätten die Behörden signalisiert, der trotz allem nötigen kleinen Befreiung vom Bebauungsplan zuzustimmen. Das neue Grünkonzept bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich. Da an Stelle der bisherigen Tankstelle neue Bäume gepflanzt werden, könne dadurch die Konfliktsituation an der Ein- und Ausfahrt entschärft werden, erklärte der Architekt. 

Damit das Konzept nicht nur auf dem Papier besteht, will die Stadt die Ausführung mit einer Erfüllungsbürgschaft sicherstellen. So soll vermieden werden, dass es zu einem Verlauf wie 2009 kommt. Damals war im Zuge eines V-Markt-Anbaus im Norden ein Freiflächengestaltungsplan aufgestellt, aber nie umgesetzt worden. Zumindest eine Fassadenbegrünung – ursprünglich waren Bäume vorgesehen gewesen, die aber wegen diverser Leitungen im Boden nicht gepflanzt werden konnten – soll jetzt umgesetzt werden. Die Arbeiten seien bereits vergeben, bestätigte Hörner. 

Stadtbaumeister Ulrich Knecht begrüßte den neuen Entwurf. „Mit der Lösung haben wir viel mehr gewonnen“, betonte er und verwies auf den Fußweg, der künftig komplett am Rande des Geländes laufe. Das Instrument der Bürgschaft wollte Blüml öfters eingesetzt sehen. „Das gefällt mir“, lobte der CSU-Stadtrat. 

Bettina Buresch (ALS) sorgte sich dagegen um die vorhandenen Bäume und plädierte dafür, so viele wie möglich zu erhalten. Das sicherte Hörner zu. „Was geht, bleibt.“ Im Süden müssten allerdings einige weichen, um Platz für die neue Tankstelle und Waschanlage zu schaffen. 

Siegfried Müller (ALS) forderte, darauf zu achten, dass die Grünflächen auch in den nächsten Jahren noch existieren und gepflegt würden. Um das sicherzustellen, könne ein Teil der Bankbürgschaft einbehalten werden, schlug Knecht vor. 

Einstimmig segnete der Bauausschuss den Entwurf ab. Er wird nun erneut ausgelegt.

Christoph Peters

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