Parken in der Tiefe

Durch ihre knallrote Farbe stechen sie jedem Autofahrer, der eine der vier Ortseinfahrten Schongaus passiert, ins Auge. Die Banner, die die Werbegemeinschaft Altstadt in Zusammenarbeit mit der Stadt Schongau Ende November aufgestellt hat, werben für zwei Stunden kostenloses Parken in der Schongauer Tiefgarage. Vor allem „brauchen wir die Tiefgarage für die Dauerparker“, verdeutlicht Franz Köpf, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Altstadt, den Grund für die Werbung.

Zweieinhalb Jahre war die Tiefgarage auf Grund von Sanierungsarbeiten gesperrt, jetzt sei sie nicht nur heller, sondern auch viel freundlicher, sind sich Köpf und Schongaus Erster Bürgermeister KarlHeinz Gerbl einig. 59 Stellplätze, die wenn es nach der Stadt und der Werbegemeinschaft geht vor allem von Dauerparkern, die in der Altstadt arbeiten, genutzt werden sollen, stehen grundsätzlich jedem zur Verfügung. Und um den Bürgern ein gutes Vorbild zu sein, parkt zwar Schongaus Bürgermeister nicht in der Tiefgarage, aber auch er hat sich einen Stellplatz für sein Auto unter der Erde angemietet. „So ist mein Auto aufgeräumt“, berichtet Gerbl. Denn die oberirdischen Parkplätze seien eher für die Laufkundschaft gedacht. In der Winterzeit, gerade wenn es schneit, erfreut sich die Tiefgarage zwar einer größeren Beliebtheit, denn dann sehen die Autofahrer „den Vorteil, dass das Auto einfach eisfrei ist“, sagt Gerbl. Doch im Sommer seien den meisten Parkern die paar Schritte zu viel. Dabei bietet die Tiefgarage über das zweistündige, kostenlose Park- angebot hinaus noch einen mehr als günstigen Parktarif an. Einen Euro muss der Autofahrer für einen halben Tag und einen Euro und 50 Cent für einen ganzen Tag hinlegen. Dies allerdings auch nur in der Zeit von 8 bis 18 Uhr, denn davor und danach ist das Parken in der Tiefgarage, die rund um die Uhr geöffnet ist, kostenfrei. „Mit diesen Preisen brauchen wir uns nicht zu verstecken“, ist sich deshalb auch Karl Theilacker vom Bürgerservice im Rathaus sicher. Um zwei Stunden kostenlos zu Parken reicht es im Übrigen, wenn die Parkscheibe mit der richtigen Uhrzeit hinter die Windschutzscheibe gelegt wird, so dass sie gut sichtbar ist. Das günstige Parkangebot in der Tiefgarage „bleibt bis auf weiteres so“, unterstreicht Gerbl. Bei der Finanzierung der vier roten Banner hat Köpf den Bürgermeister angesprochen, denn immerhin sei die Werbeaktion in „beiderseitigem Interesse“, sagt Köpf. Die vier bedruckten LKW-Planen hat zu 50 Prozent die Stadt Schongau bezahlt. Die andere Hälfte der knapp 800 Euro bezahlt die Werbegemeinschaft mit Geldern aus dem Jahresbeitrag ihrer Mitglieder.

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