Bürgermeisterwahl in Peiting

Michael Deibler geht für die CSU ins Rennen

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Peter Ostenrieder (li.) und Norbert Merk (re.) gratulierten Michael Deibler zur Wahl als Bürgermeisterkandidaten der CSU Peiting.

Peiting – „Ja, ich traue mir zu Kandidat zu sein. Vor allem, ich traue mir zu, Bürgermeister zu sein“: Gut ein Jahr vor den nächsten Bürgermeisterwahlen in Peiting hat die CSU-Ortsgruppe Michael Deibler zum Kandidaten gekürt.

Unterstützt von der fast komplett wiedergewählten Vorstandschaft wird der stellvertretende Vorsitzende gegen den Amtsinhaber Michael Asam (SPD) antreten. 

Ob er sich selbst vorstellen könne, Bürgermeisterkandidat der CSU Peiting zu werden, habe er sich gefragt, so Michael Deibler in seiner ersten Rede vor der Ortsgruppe. Er wisse, was er sich zutrauen könne, doch bloß weil er einen Kuchen backen kann, gleich eine Backstube zu eröffnen? Nach langen Gesprächen mit der Familie und Freunden sei er zu der Entscheidung gelangt. „Ja, ich traue es mir zu“. 

 Es muss ein längerer Prozess gewesen sein, in welchem Ortsgruppenvorstand Norbert Merk den Familienvater, der einst Elektroinstallateur gelernt hat, nicht nur in die Ortsgruppe zurückholte, sondern ihn auch allmählich für die Rolle des Bürgermeisterkandidaten vorbereitete. „Baach“, das sei sein Spitzname, erklärte Deibler, weil sich ein Großteil seines Lebens entlang des Bachs in Peiting abgespielt habe. Als Peitinger Urgestein habe er alle Aspekte des Lebens in der Marktgemeinde durchgemacht, habe schon mit 21 Jahren die Verantwortung für eine Familie übernehmen und sich in vielen sozialen Einrichtungen engagiert. Seit etwas über drei Jahren ist Deibler in der Ortsgruppe der CSU aktiv, unter anderem als Geschäftsführer und Stellvertreter des Vorsitzenden. 

Er habe sich im Vorfeld die Frage gestellt, ob es von Nachteil sei, dass er kein politisches Mandat bekleidet habe – und sehe dies als Vorteil an. Er wolle sich an den Erfolgen der Zukunft messen lassen, nachdem die Marktgemeinde bei den Wahlen 2008 die Chance vertan habe, sich zu bewegen. Heute sehe man die Konsequenzen daraus, noch mehr Leerstand, noch mehr abgewohnte oder leer stehende Häuser und Betriebe, wetterte Deibler. Mit ihm und der CSU werde es weiterhin ein konstruktive, nachhaltige und zukunftsorientierte Politik für den Ort geben, versprach er, auch wenn er sich nicht als Experten sehe. Dafür geben es die Verwaltung, er als Bürgermeister müsse mit gesundem Menschenverstand Ideen und Impulse erarbeiten. 

 Zuvor schon hatten Norbert Merk und Peter Ostenrieder Deibler unisono als einen Kandidaten mit Feuer und Flamme bezeichnet. Ostenrieder, der heuer für den Landtag kandidiert, sagte: „Es gibt viel zu viel Zufriedenheit in Peiting. Wir dürfen nicht die Asche wiederentzünden, sondern müssen die Flamme neu entfachen.“ Und er hoffe, dass die CSU mit demselben klaren Votum und demselben Schwung auch in den Wahlkampf und daraus hervorgehen werde. 

Deibler wurde mit den 28 Stimmen der anwesenden CSU-Mitglieder gewählt, ebenso bestätigten diese den Vorstand Norbert Merk und wählten seine Stellvertreter Maximilian Bertl (Junge Union), Irma Gundlach (Frauenunion) und Michael Deibler. Bestätigt in ihren Ämtern wurden der Schatzmeister Herbert Schäffler sowie die Schriftführerin Birgit Häuserer-Bader. gau

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