Pfaffenwinkel-Realschule verabschiedet 167 Absolventen

Ein Abenteuer mit gutem Ende

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V. li.: Stephanie Klotz (Hirschvogel-Stiftung) und Petra Hunger (Hoerbiger) zeichneten die besten Schüler Nadine Spranger, Julia Welz, Michael Lindner, Stefanie Rößle und Jana Soller (es fehlt Susanne Jocher) aus. Rechts der Schulleiter Christian Zingler.

Schongau – Aus „kloane Wutzele“ seien erwachsene Menschen geworden, auf die man sehr stolz sei. Zum letzten Mal sprach heuer Bernhard Huber in seiner Funktion als Elternbeiratsvorsitzender bei der Verabschiedung der zehnten Klassen der Pfaffenwinkel-Realschule. Und befand, dass das Abenteuer Schule doch noch ein gutes Ende genommen habe. Ehe es die Zeugnisse aus der Hand von Schulleiter Christian Zingler gab, wurden auch die Schüler selbst noch einmal kritisch.

„Ihr werdet uns noch einmal dankbar sein“: Diesen Satz kennen Eltern als auch Kinder. Da bildete auch Schülersprecher Manuel Sachs keine Ausnahme. Für ihn habe dieser nun mit dem Schulabschluss eine besondere Bedeutung bekommen, betonte er, denn er wisse, dass er seinen Eltern dankbar sein müsse, ohne deren Hilfe er wohl nicht hier stehen würde. 

Sachs verglich die Zeit an der Realschule mit der Fußball-WM. Die fünfte und sechste Klasse seien wie die Qualifikation gewesen, wo es nur ums Weiterkommen gegangen sei. Danach wäre der Anspruch in den Viertel- und Achtelfinalspielen gestiegen. Und auch wenn es das eine oder andere Foul gegeben habe, sprich schlechte Noten, hätten die Spieler doch den Einzug ins Finale geschafft, stünden nun hier in ihrem Rio de Janeiro und durften ihren Meistertitel feiern. 

Auch die Eltern hätten viel Zeit und Nerven gebraucht, erinnerte Bernhard Huber, um ihren Nachwuchs durch diese Zeit zu bringen. Zum letzten Mal verabschiedete er die Absolventen der Realschule, er entlasse sich nun selbst. Denn unter den Schülern, die nun fertig wurden, sei auch seine Tochter. Für Huber sein persönliches R10. G8 sei doch gar nichts gegen seine eigene Realschulzeit plus die seiner Kinder. 

Einen wahren Kraftakt hatte anschließend auch Schulleiter Christian Zingler mit der Vergabe der Abschlusszeugnisse an 167 Schüler zu bewältigen. In seiner Rede betrachtete Zingler kritisch die Worte eines amerikanischen Lehrers. Dieser hatte seinen Absolventen unverblümt mitgeteilt, dass „niemand von euch etwas Besonderes“ sei. Doch habe jener David McCullough recht? „Ich weiß es nicht“, gestand Zingler. Jeder könne ein besonderes Leben führen, ein gutes und vor allem erfülltes. Und dazu seien die Abschlussschüler aufgerufen.

Insgesamt sechs Absolventen durften sich besonders über ihr Abschlusszeugnis freuen. Susanne Jocher und Nadine Spranger erzielten mit einem Notenschnitt von 1,18 das beste Ergebnis, dicht gefolgt von Julia Welz mit 1,27. Das beste Resultat im Bereich Hauswirtschaft schaffte Stefanie Rößle, im technischen Bereich landete Michael Lindner mit 1,45 ganz vorn. Mit dem gleichen Schnitt war Jana Soller Beste des kaufmännischen Zweigs.

Oliver Sommer

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