Planung für Schwanenweiher abgesegnet

Wasser aus Schwanenflügeln

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So sieht der endgültige Entwurf für den wasserspendenden Schwan aus Metall aus, der als Hingucker das Schwanenweihergelände vor der Stadtmauer bereichern soll.

Schongau – Was lange währt: In seiner jüngsten Sitzung hat der Schongauer Stadtrat die Planung von Architekt Peter Kern für den Schwanenweiher endgültig abgesegnet. Die Stadt Schongau gönnt sich ein imposantes, aber auch teures Schmuckstück.

Mit seinem Konzept hat Architekt Kern ohne Zweifel Einfühlungsvermögen bewiesen. Ein großes Holzdeck in Tropfenform, in das vereinzelt kleine Steinblöcke als Sitzmöglichkeiten eingestreut sind, soll als Aufenthaltsbereich dienen. Eine Steinrampe ermöglicht einen barrierefreien Zugang zur Plattform. Und dann ist da natürlich das Wasserbecken mit der symbolhaften Metall-Konstruktion in Form eines Schwans, an dessen Rücken zwei Wasserschleier das Becken speisen. Der im Vergleich zur letzten Planung hinzugekommene zweite Schleier, erklärte Kern, würde der Skulptur eine gewisse Tiefe verleihen und die Flügeltypisierung nochmals verstärken. 

Zwar waren noch nicht alle Zweifel ausgeräumt – der CSU-Fraktionsvorsitzender Michael Eberle gab zu bedenken, ob die Schwan-Konstruktion wirklich stabil genug wäre, um Missbrauch standzuhalten, und ob der veranschlagte Kostenrahmen tatsächlich eingehalten werden könne – doch Parteikollege Peter Blüml brachte es auf den Punkt: „Der Schwan ist was besonderes. Wer A sagt muss auch B sagen.“ Außerdem solle man jetzt keine Aufrufe starten, „die Belastbarkeit des Schwans zu testen“. Vielmehr müsse man „einfach darauf vertrauen, dass es gut geht“. 

Das sah auch Eberle ein. Der Wassernebel werde vor allem auf Kinder eine faszinierende Wirkung ausüben, räumte er ein. Und dazu bezuschusse die Regierung von Oberbayern das Projekt mit 60 Prozent, warf die SPD-Fraktion ein. Zufrieden stimmte auch Kerns Aussage, dass der veranschlagte Kostenrahmen von 85000 Euro (zzgl. Planungshonorar) nicht überschritten werde. 

Widerstand regte sich lediglich aus den Reihen der ALS. Stadträtin Bettina Buresch bezweifelte, dass die Holzplanken rutschsicher seien. Insgesamt sei das Projekt „überflüssig wie einen Kropf.“ Die grundsätzliche Diskussion habe man doch längst hinter sich, hielt ihr der zweite Bürgermeister Paul Huber entgegen. 

In der Tat zieht sich die Entscheidung, wie das Schwanenweiher-Gelände vor dem Münztor verschönert werden kann, seit über einem Jahr hin. Mit drei Gegenstimmen machte der Stadtrat jetzt den Weg frei für die Umsetzung des vorgestellten Konzepts. Die Realisierung wird laut Kern schnell erledigt sein. Der Schwan könne demnach im Winter angefertigt werden. Bereits im Frühjahr 2014 soll dann mit dem Bau begonnen werden.

Moritz Fink

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