Praktikumsausstellung in Steingaden

Informieren und Kontakte knüpfen

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Für die meisten der Steingadener Mittelschüler ist die Praktikumsmesse vor allem Gelegenheit, sich zu informieren. Viele haben schon eine Praktikumsstelle, manche suchen aber noch.

Steingaden – Für die achten Klassen der Mittelschulen ist es verpflichtend, zwei Praktika während der Schulzeit zu absolvieren. Welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben, zeigten sie jüngst auf einer eigenen Praktikumsausstellung, wo die nachfolgenden Klassen sich informieren konnten.

Simone Reiser und Winja Schwörer stehen vor einem großen Motorblock, der mittels Batterie zum Leben erwacht. Mitgebracht hat den Michael Lutz vom gleichnamigen Fahrzeug-Service in Peiting. Geduldig erklärt Lutz den beiden Siebtklässlerinnen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es in seiner Firma gebe. Die technischen Berufe wie etwa den KFZ-Mechatroniker einerseits und den Bürofachkräfte andererseits. Und auch wenn man schon junge Frauen in der Werkstatt ausgebildet habe, so Lutz, gehe die Tendenz immer noch dahin: die Burschen den technischen Beruf, die jungen Frauen im Büro. Tatsächlich haben Simone und Winja ihre Praktikumsplätze schon: im Büro eines Autohauses. 

 Die Praktikumsausstellung vereinigt verschiedene Aspekte, weiß Heidrun Sperl, Rektorin der Mittelschule. Während die Achtklässler ihre Erfahrungen mitteilen könnten, können sich die Unternehmen dem Nachwuchs präsentieren. Und in Zeiten des Fachkräftemangels so schon ihre künftigen Mitarbeiter herauspicken und heranziehen. Auch die Banken, die weiterführenden und beruflichen Schulen und sogar eine Anwaltskanzlei sind vertreten. Dagegen fehlen viele kleine und mittelständische Handwerker, die nicht die Möglichkeiten haben, ihr Geschäft zuzusperren, um einen Vormittag auf die Messe zu kommen. 

 Die Schüler laufen, nach Klassen geordnet, durch die Turnhalle, haben Fragebogen dabei und löchern die Vertreter der Firmen. Schlussendlich, erklärt die Rektorin, sei die Messe auch so etwas wie eine Kontaktbörse. Denn die Schüler der Klassen neun und zehn können sich hier schon nach einem Ausbildungsplatz umschauen.

 Für Josef Schuster, der irgendwann einmal die Metzgerei seiner Eltern übernehmen wird, hat sich das Praktikum bei einem anderen Betrieb gelohnt. Er weiß jetzt, dass er Metzger werden will. Auch Elisabeth Geiger hat nun ein klareres Ziel vor Augen. Nach einem Praktikum im Tierheim in Schongau war sie anschließend eine Woche als Fräserin bei ept. „Weils mich interessiert hat“, meint sie. Und außerdem komme sie aus einem landwirtschaftlichen Betrieb, da sei es normal, dass auch Mädchen sich mit den Maschinen auskennen. So könnte sie sich durchaus vorstellen, eine Lehre als KFZ-Mechatronikerin zu machen. gau

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