Probleme anpacken

„Es gab ernste und angenehme, aber auch unangenehme Dinge, die besprochen und entschieden werden mussten“, sagte Alterspräsident Heini Forster (SPD) im Hinblick auf das zurückliegende Jahr in der jüngsten Stadtratssitzung in Schongau.

Vor allem die Kommunalwahl sei ihm im Gedächtnis haften geblieben, sagte Forster. Es habe sich um einen fairen Wahlkampf aller Gruppen gehandelt, der jetzige Landrat Dr. Friedrich Zeller sei gut verabschiedet und der neue Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl habe sich gut einarbeiten können. Viel Lob fand Forster für die ortsansässigen Firmen. „Schongau ist eine kleine, aber feine Industriestadt, in der es Firmen wie UPM und Hoerbiger gibt und neben denen ein gut entwickelter Mittelstand existieren kann“, befand dieser. Bürgermeister Gerbl streifte in seiner Jahresabschlussrede noch einmal kurz die Kommunalwahlen und auch den Ausgang des Bürger- entscheids, bei dem sich Ende April mit 60,2 Prozent eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Fußgängerzone am Marienplatz ausgesprochen hatte, ließ er nicht unerwähnt. Lobend hervor hob Gerbl die nach rund einjähriger Umbauzeit wieder eröffnete Tiefgarage. „Die anfangs eher zögerlich angenommenen Parkplätze sind jetzt in der Winterzeit wieder mehr gefragt“, stellte Gerbl fest. Intensiv im Stadtrat behandelt wurden die Themen Grundschule und Dreifachturnhalle. „Die Dreifachturnhalle kann nach der kos- tenintensiven Asbestsanierung voraussichtlich nach den Weihnachtsferien wieder in Betrieb genommen werden“, gab Gerbl bekannt. Ein Schock im Herbst sei die Hangrutschung an der Stadtmauer gewesen, konstatierte das Stadtoberhaupt. „Leider mussten deswegen auch zwei 110 Jahre alte Bäume gefällt werden“, bedauerte dieser. Warnende Worte fand Gerbl im Hinblick auf die weltweite Finanzkrise. „Bereits jetzt merken wir die Auswirkungen mit wegbrechenden Einnahmen. Aber die Folgen sind heute noch gar nicht absehbar. Uns muss klar sein, dass die öffentlichen Haushalte weniger Geld vom Staat zu erwarten haben“, mahnte der Bürgermeister. Mit einem kleinen Zahlenspiel veranschaulichte er die Auswirkungen der Krise: „Im Freistaat gibt es knapp 2000 Gemeinden. Wenn wir 20 Milliarden Euro, die der Freistaat Bayern für die Bayerische Landesbank hinblättert, auf diese Gemeinden aufteilen könnten, würde jede Gemeinde zehn Millionen Euro bekommen. Damit könnten wir zum Beispiel unsere Grundschule mit der Turnhalle komplett neu bauen“, rechnete Karl-Heinz Gerbl vor. Dennoch blieb er zuversichtlich: „Wir haben in den ersten Monaten unserer Amtszeit wichtige Probleme angepackt und werden sie auch, soweit es unsere finanzielle Lage zulässt, lösen.

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