Richtfest für Kindergarten-Anbau in Hohenfurch

Alles im Zeitplan

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Das mit Bändern geschmückte Richtbäumchen wird nach altem Zimmermannsbrauch durch Zimmermeister Thomas Knappich an dem Giebelbalken angenagelt. Dabei assistieren die Gesellen Willi Straub und Fabian Schroth.

Hohenfurch – Der erste Meilenstein beim großen Anbau an den Kindergarten in Hohenfurch ist erreicht. Vor kurzem wurde Richtfest für den neuen Rundbau gefeiert. Der Zeitplan für die Bauarbeiten wurde mehr als pünktlich eingehalten.

Alkohol im Kindergarten. Darf das sein? Es muss sogar sein, „soll das Werk gelingen:“ Und zwar hoch auf der Belattung des Rundbogendaches des Kindergartens „Sonnenblick“. Dort haben nach alter Tradition Zimmermeister Thomas Knappich und seine beiden Gesellen Willi Straub und Fabian Schroth das Richtbäumchen als Krone an einen der Sparren genagelt. Thomas Knappich von der gleichnamigen Zimmerei aus Altenstadt hat mit dem Vortragen des Richtspruchs seinen großen Auftritt. 

Dann wird das erste Glas auf die Bauleitung geleert, das zweite auf die Maurer. Das dritte Glas gilt der Zunft der Zimmerer. Danach zerschmettert er das Glas am Boden des Neubaus. Das soll Glück bringen. Dann ist Bürgermeister Guntram Vogelsgesang an der Reihe. Er erinnert an die Zweifel über Bauform, Lage und Baustoffe, die anfänglich im Raum standen und für viele Diskussionen sorgten. 

Doch diese sind jetzt ausgeräumt. „Das hier stehende Bauwerk wird eine Bereicherung des Ortes sein“, lobt Vogelsgesang. Dass dieser Neubau nicht nur Kinderkrippe sein soll, sondern auch eine wesentliche Erweiterung des Kindergartens darstellt, erklärt Architektin Astrid Lenz bei einem Rundgang über die Baustelle den Gemeinderäten, dem Elternbeirat und den geladenen Nachbarn. 

So werden neue Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung entstehen, wo die Kinder ihr Mittagessen bekommen. An der Ostseite des Neubaus wird es einen gemeinsamen Eingang für Kindergarten und Kinderkrippe geben. In diesem Bereich soll auch die Garderobe integriert werden. Das bislang im Keller untergebrachte Büro, welches auch Personalraum war, wechselt nach oben. „Dieser Raum muss im Eingangsbereich sein, damit man Eltern kommen und gehen sieht“, so Astrid Lenz. Auch wird der Personalraum vom Büro getrennt werden. 

Eine große Bereicherung ist der neue Bewegungsraum im Untergeschoss. Er löst den bisherigen in der „Kapelle“ ab. Dieser wiederum kann dann individuell genutzt werden. Bauingenieur Manfred Lenz von der federführenden Firma Südplan erklärt, wie das neue „sensible Gebäude“ an den alten Bestand ein- und angebunden wurde. Dabei unterstrich er die perfekte Zusammenarbeit der ausführenden Firmen, die den Bauzeitenplan exakt eingehalten haben. Lenz erwähnt dabei auch, dass die ausführende Firma Baumeister immer bemüht war, in der Rohbauphase laute Arbeiten möglichst in Zeiten zu legen, in denen der Kindergarten geschlossen war. 

Geht weiter alles glatt, werden die neuen Räume im vierten Quartal fertig und mit Leben gefüllt werden.

hh

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