Rotation an der Spitze

Michael Hunger (links) erhält von Alt-Präsident Harald Haberstock die Charterrolle. Foto: Jungwirth

Nein, so versichert Michael Hunger, mit einer Geheimloge habe das nichts zu tun. „Wir sind auch nicht der Club der Reichen und Schönen, sondern es geht uns um das Engagement“, bekräftigt er. Seit kurzem ist Hunger der neuer Präsident des Rotary-Clubs Schongau. Er übernahm die Leitung vom scheidenden Vorsitzenden Harald Haberstock.

Rotary ist eine weltweite Organisation mit mehr als 1,2 Millionen Männern und Frauen, die in ihrem Beruf, in der Wirtschaft und in ihrer Heimatgemeinde führend tätig sind – unabhängig von politischen und religiösen Richtungen. „Wir setzen uns für hohe ethische Normen in allen Berufen ein und tragen zur Völkerverständigung und zum Frieden in der Welt bei“, unterstreicht Hunger. Doch jeder Club ist und handelt autark, will heißen: Der Rotary-Club Schongau gibt vornehmlich lokale oder regionale Hilfestellungen. So organisierte der Schongauer Rotary-Club im vergangenen Jahr eine Benefizveranstaltung mit der Big-Band, der Stadtkapelle und Hans Enzensperger, den Kabarett- und Comedy-Abend mit Chris Boettcher sowie weitere informative Vorträge. Die bei den Veranstaltungen erzielten Einnahmen wurden für Langzeitprojekte zur Unterstützung von Health Care Station, Musikschule und Büchereifreunde sowie für weitere Aktionen eingesetzt: Rettet Flori, 4-Pfoten-SOS, das Tierheim oder zuletzt eine Spende in Höhe von 1500 Euro an den Hospizverein Polling. Ein weiteres Kennzeichen des Schongauer „Service-Clubs“ ist es, dass die Mitglieder in jährlichem Rhythmus ein Amt übernehmen und wieder abgeben. Dies geht bis auf die Gründung von Rotary im Jahre 1905 zurück. Die damaligen Gründungsmitglieder wechselten wöchentlich ihren Treffpunkt – daher auch der Name: „rotary“ heißt im englischen „rotierend“ oder „drehend“. Nach einem Jahr im Amt übergab unlängst der scheidende Präsident Harald Haberstock die Charterrolle und die Rotaryfahne an den neuen Präsidenten Michael Hunger. Dieser steht dem Schongauer Rotary-Club nun für ein Jahr vor. 41 Mitglieder hat der Schongauer Club, der im März 1985 gegründet wurde, derzeit. Neu unter Michael Hunger ist das Logo, das das alte Logo nach gut 25 Jahren ablöste. „Wir haben es der aktuellen Zeit angepasst“, erklärt Hunger. Weitere Aufgaben warten auf ihn bereits: Derzeit wird der Weihnachtsmarkt vorbereitet. Es wird wieder ein Konzert zur Unterstützung einer Organisation geben – näheres ist noch nicht bekannt – und schließlich obliegt dem Präsidenten, die Geschicke des Clubs zu leiten. Unter dem Motto „Freunde der Region“ hat es sich der neue Präsident zur Aufgabe gemacht, die Nachbarclubs rund um Schongau in Landsberg, Weilheim oder Kaufering näher kennen zu lernen. Bei der Amtsübergabe konnten auch drei verdiente Rotarier ausgezeichnet werden. Stefan Hild, Erwin Krauthauf und Wilfried Funke erhielten vom scheidenden Präsidenten Harald Haberstock den „Paul-Harris-Fellow“. Diese Anerkennung wird Rotariern zuteil, die sich in besonderer Weise um die Organisation verdient gemacht haben.

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