Sachsenriederin Juditha Wolf ausgezeichnet

Ehrung für "Frau der ersten Stunde"

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Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann und Landrat Friedrich Zeller (v. li.) gratulierten Juditha Wolf zum Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Rechts Wolfs Ehemann Herbert.

Schongau/Schwabsoien – Hohe Auszeichnung: Die Sachensriederin Juditha Wolf hat das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten verliehen bekommen.

Gewartet hat Juditha Wolf auf die Auszeichnung nicht. Um Orden und Ehrungen geht es der Sachsenriederin nicht, das passt nicht zu ihrer bodenständigen und bescheiden Art. Verdient hat die 62-Jährige das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten, das sie am Mittwoch von Landrat Friedrich Zeller für ihre ehrenamtlichen Verdienste verliehen bekam, jedoch allemal. 

Fast eine ganze Seite ist die Laudatio lang, die der Landrat im Schongauer Landratsamt feierlich verliest. Sie macht deutlich, welchen Beitrag Wolf in den vergangenen Jahrzehnten für die Gemeinde Schwabsoien geleistet hat. Ob Arbeitskreis Dorferneuerung, das Leader-Projekt Auerbergland, die Internet-Seite der Gemeinde oder das Gemeindearchiv: Überall zähle die 62-Jährige zur „Frau der ersten Stunde“, hob Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann hervor. 

Eine ihrer größten und bekanntesten Leistungen ist jedoch der Mühlentag in Schwabsoien, für dessen Organisation Wolf verantwortlich zeichnet. Seit 1997 zieht er Jahr für Jahr mehr Besucher in die kleine Gemeinde. Dass sich das so entwickle, habe keiner geahnt, blickte die 62-Jährige auf die bescheidenen Anfänge zurück. Was mit einer Führung am Mühlenweg und zur Hammerschmiede begann, gehört mittlerweile zu den kulturellen Highlights in der Region. 

Wie wertvoll Wolf für die Gemeinde ist, daran ließ Neumann keinen Zweifel. Sie habe in den vergangenen 25 Jahren „etliche tausend Stunden“ für die Gemeinschaft geleistet. „Über so einen langen Zeitraum ehrenamtliche Aufgaben derart gewissenhaft zu erledigen, ist herausragend“, lobte er. „Für uns als Gemeinde ist das nicht in Geld aufzuwiegen.“ 

Dass Wolf künftig eine monetäre Entlohnung verlangt, steht wohl nicht zu befürchten. Dass sie kürzer treten will, dagegen schon. „Mit drei Enkeln ist das alles nicht mehr so einfach“, erklärte sie lachend. Ob es wirklich soweit kommt, bleibt abzuwarten. Nein-Sagen jedenfalls ist Wolfs Stärke nicht: Und das nächste Dorf-Projekt kommt bestimmt.

Christoph Peters

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