ECP schaltet EHC Dortmund aus – Peitinger im Eishockeyfinale wieder dabei

„Finale, Finale“, dröhnte es durch die Halle. Nicht nur die Fans und die Spieler waren nach dem 4:3 Heimsieg nach Verlängerung gegen den EHC Dortmund aus dem Häuschen, auch die Offiziellen des EC Peiting ließen sich von der Hochstimmung anstecken. Mit dem dritten Erfolg gegen die Westfalenelche machte der ECP das Kunststück perfekt, zweimal in Folge im Oberliga-Endspiel zu stehen. Der Gegner dort heißt Starbulls Rosenheim.

„Das letzte Spiel war das schwierigste. Aber wir waren der glückliche Sieger“, atmete ECP-Coach Leos Sulak hinterher erleichtert durch. Kurz vorher schüttelte er sich noch in sportlich fairer Kollegialität mit seinem Gegenüber Frank Gentges die Hände. Auch die Spieler klopften sich nach der anstrengenden Serie, die dreimal in die Overtime ging, anerkennend auf die Schultern. Die skandalösen Umstände vier Tage zuvor in Dortmund waren nach dem packenden Duell vor 1500 Zuschauern, das ohne jegliche Nicklichkeiten auskam, fast schon vergessen. Großen Anteil daran hatte auch der souverän leitende Schiedsrichter. Die ersatzgeschwächten Gäste hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel. Erst Mitte des Anfangsdrittels erreichten die Hausherren Betriebstemperatur. In der Folge bekam Benjamin Finkenrath im Gästekasten reichlich Arbeit. An ihm bissen sich die ECP-Stürmer in der Folge, auch bei einer 5-3 Überzahl zu Drittelende, aber immer wieder die Zähne aus. Im Mittelabschnitt gaben die Peitinger weiterhin den Ton an. Die Dortmunder blieben aber brandgefährlich. Einen Fehler in der ECP-Abwehr nutzte Stiebinger prompt zum 0:1. Nach mehreren Großchancen schaffte Dibelka aus einem Gewühl heraus den Ausgleich. Kurz vor dem zweiten Wechsel traf er dagegen freistehend nur die Stange. Im Gegenzug schlugen wieder die konterstarken Gäste durch Stähle zu. Dem 1:2 rannten die Hausherren aber nicht lange nach. Ein gewonnenes Bully und nach einem Schuss von Martin Schweiger war die Partie wieder ausgeglichen. Mit einem platzierten Handgelenkschuss ließ ECP-Kapitän Gordon Borberg wenig später auch noch die erste ECP-Führung folgen. Die hielt aber nicht lange, da Thau in Überzahl einnetzte. In der Folge ging es hin und her, auch in der Verlängerung. Ein Powerplay nutzte dort Milos Vavrusa mit einem Schlenzer aus der Distanz für die Entscheidung. Bereits am gestrigen Dienstag fand in Peiting das erste Finalspiel gegen die Starbulls statt. Am Freitag geht es dann nach Rosenheim, ehe es am Sonntag um 18 Uhr zum dritten Vergleich wieder beim ECP kommt. Sollte bis dahin noch kein Meister feststehen, geht es am Dienstag drauf in Rosenheim weiter.

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