Slyterman und Zeller schwören Mitstreiter auf Wahlkampf ein

"Nur im Team sind wir stark"

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Die SPD Schongau hat ihre Stadtratskandidaten (grauer Kasten) gewählt.

Schongau – Nach CSU, UWV und den Grünen nominierte Schongaus SPD ihre Kandidaten für die Wahl des Stadtrats im kommenden Jahr. Die große Überraschung: Landrat Friedrich Zeller kandidiert für den Stadtrat. Falk Slyterman möchte Bürgermeister von Schongau werden.

Mit einer Gedenkminute für den unlängst verstorbenen SPDOrtsvorsitzenden Robert Bohrer eröffnete Stefan Konrad, der die Geschäfte des SPD-Ortsverbands Schongau bis zur Wahl kommissarisch leiten wird, vergangenen Donnerstag die Veranstaltung. Bohrer hatte sich Ende Oktober das Leben genommen. Der SPD Schongau fehlt seither eine ihrer wichtigsten Führungspersönlichkeiten.

Die hiesige SPD erlebt dieser Tage eine emotionale Achterbahnfahrt: Die Kandidatur Slytermans als Bürgermeisterkandidat, die Bundestagswahlschlappe, Bohrers Tod und dann steht ja auch demnächst der Mitgliederentscheid um die große Koalition in der Bundesregierung an. Da verwunderte es schon, dass die Veranstaltung im Ballenhaus so spärlich besucht war. Keine 50 Leute und lediglich 33 Stimmberechtigte kamen zur Wahl der SPD-Stadtratsliste.

Die Nominierung der Kandidaten selbst lief äußerst harmonisch ab. Alles sei „hervorragend verlaufen, das kennen wir auch anders“, kommentierte der SPD-Kreisvorsitzende und Wahlleiter dieses Abends, Christian Lory, das Ergebnis. Richtig in Szene gesetzt war zuvor auch der Auftritt von Landrat Friedrich Zeller, der mit seiner Kandidatur auf Listenplatz Nr. drei ein „klares Signal“ für Falk Slyterman als Bürgermeisterkandidat setzen möchte.

Mit Blick auf das Team zeigte sich Slyterman sehr zufrieden und optimistisch. Ganz in seinem Sinne präsentiert sich die SPD äußerst vielseitig: Mit einem ausgewogenen Altersdurchschnitt; mit einem Mix aus SPD-Mitgliedern und Nichtmitgliedern; mit Ur- Schongauern, Zugereisten und Kandidaten mit Migrationshintergrund; mit einem Berufsquerschnitt von „A wie Altenpfleger bis Z wie Zahnarzthelfern“ - ja, man habe sogar „einen Landrat auf der Liste“, stellte Slyterman fest.

Klar sei, man könne nur im Team bestehen, so Slyterman weiter. In diesem Zusammenhang ließ er sich auch zu einem Vergleich mit dem FC Bayern München hinreißen. Mit dem FC Bayern teile man schließlich nicht nur die Vereinsfarbe; der Rekordmeister zeige außerdem, wie ein Team funktioniert: mit einem durchweg kompetenten Kader, in dem alle für das gleiche Ziel einstehen. Gelänge es, wie schon bei den Kommunalwahlen 2008, erneut einen roten Bürgermeister in Schongau und einen roten Landrat zu stellen, sähen viele SPD-Mitglieder ihre Partei auf dem besten Wege, eine Art Triple- Sieger der lokalen Politik zu werden.

Die Kandidaten: 

1 Sluyterman Falk , 2 Böse Ilona, 3 Zeller Friedrich, 4 Karg Barbara, 5 Konrad Stefan, 6 Romeike Claudia, 7 Martin Max, 8 Sirin Hava Bürokauffrau, 9 Schleich Armin, 10 Huber Peter, 11 Wegele Christian, 12 Hahn Kerstin, 13 Schwarz Martin, 14 Saradakis Haralabos, 15 Waldmann Hannes,16 Rohrmoser Veronika, 17 Schleich Markus, 18 Keller Nadine, 19 Sieling Marc, 20 Forster Karin, 21 Lube Stefan, 22 Dufhues Aloisia, 23 Zimmermann Alexander, 24 Böse Sebastian, 25 Köhler Ulf, 26 Freimut Irmgard.

Von Moritz Fink

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