CSU Schongau nominiert Stadtratskandidaten

Die Mannschaft steht

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Die Stadtratskandidaten der CSU Schongau. Auf Grund von „Verletzungssorgen“ (Edda Riedenauer, Franz Zwingmann und Robert Strommer konnten nicht an der Hauptversammlung teilnehmen und wurden in Abwesenheit gewählt) waren die Reihen nicht ganz gefüllt.

Schongau – Die Landtags- und Bundestagswahlen sind vorüber, da rückt schon die nächste Abstimmung in den Fokus. Die Schongauer CSU hat jetzt ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im Frühjahr 2014 aufgestellt.

Michael Eberle, Fraktionsvorsitzender der CSU Schongau, machte gleich zu Beginn der Hauptversammlung der Partei klar, um was es ihm geht: Eine „wichtige Weichenstellung“ sei die Wahl der Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für den Stadtrat bewerben. 24 Plätze waren zu vergeben, um die Mannschaft rund um Eberles Schützling, Bürgermeisterkandidat Robert Stöhr, zu komplettieren. 

Die Metapher „Fußball“ sollte im Laufe des Abends eine nicht unerhebliche Rolle spielen; Eberle selbst zog die Parallele zum Mannschaftssport, und irgendwie passte es auch. Als „Trainer“ sei er demnach für die Mannschaftsaufstellung verantwortlich. Mit diesem Vergleich unterstrich Eberle die Bedeutung, die er jedem einzelnen Kandidaten zuschreibt – auch denen, die, wie er selbst, weiter hinten in der Liste aufgestellt sind. Im „defensiven Mittelfeld,“ so Eberle scherzhaft, würden mittlerweile bekanntermaßen „Spiele entschieden“. 

Die Zusammenstellung des Teams verlief dabei weitestgehend nach den Vorstellungen des CSU-Fraktionsvorsitzenden. Zwar plagten ihn „Verletzungssorgen“, und drei der zu Wählenden konnten nicht persönlich erscheinen, doch alle von Eberle und den Köpfen der Schongauer CSU vorgeschlagenen Kandidaten wurden erwartungsgemäß von den Parteimitgliedern bestätigt. 

Einzige Überraschungen: Hans Hartung wird nicht mehr für den Stadtrat kandidieren. „Altersbedingt“ möchte er das nicht mehr in Angriff nehmen, gab der 70-Jährige, der eine Legislaturperiode lang im Schongauer Stadtrat saß, auf Nachfrage des KREISBOTEN als Begründung an. Auch Schongaus derzeitiger zweiter Bürgermeister Paul Huber reagierte zunächst zögerlich, als ihn Eberle hinsichtlich einer möglichen Kandidatur angesprochen hatte. Mit einem Listenplatz 24 fungiert er nun mehr als eine Art Joker, denn als fest gesetzte Sturmspitze. 

Dies sei verständlich, denn der Stadtratsposten wäre, so Eberle, bei allen Vorzügen, ein anstrengender Job, der ausreichend Energiereserven, Liebe zur Heimat, ein breites Kreuz, Teamfähigkeit, Ansehen und Autorität, soziales Engagement, genügend freie Zeitkapazitäten und einen gesunden Menschenverstand erfordere. Bleibt abzuwarten, ob sich die Mannschaft Eberles Tugenden zu Herzen nimmt. Denn, da waren sich alle einig: Es gibt viel zu tun. 

Momentan sucht die CSU noch nach einem passenden Motto für den Wahlkampf. Diskutiert werden Vorschläge wie „Schongau im Herzen“, „Wir machen Schongau“, oder „Auf geht’s Schongau!“

Moritz Fink

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