Schongauer Berufsschule verabschiedet 135 Absolventen

"Sie sind unsere Zukunft"

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Wer auf seinem Zeugnis den Notendurchschnitt 1,5 oder besser hatte, wie diese Schüler, erhielt den Preis der Bayerischen Staatsregierung.

Schongau – Das Berufliche Schulzentrum in Schongau hat 135 Abschlussschüler in die Berufswelt entlassen. Es sei ein großer Tag für die Absolventen, so Michael Walter, der die künftigen und gut ausgebildeten Fachkräfte verabschiedete. Mit einer Quote von 96 Prozent ist der diesjährige Entlassjahrgang dabei besonders erfolgreich, vier Mal stand die Note 1,0 auf dem Zeugnis.

Wie bei einem Rennen, verglich Michael Walter, stünden die Noch-Schüler, die an diesem Abend ihre Zeugnisse erhalten sollten, in den Start-löchern. Bereit, ihren Weg zu gehen. „Sie alle haben ihre Ziele, die Sie erreichen wollen“. Und wäre es da nicht schön, wenn man, wie in dem Gleichnis, einfach nur ein Wundermittel, eine Pille schlucken könnte, um diese Ziele zu erreichen. 

Doch dieses Wundermittel, so der stellvertretende Schulleiter weiter, stecke in jedem drin. Wie Hemmingway gemeint habe, wisse niemand, was in einem stecke, bevor man es nicht heraushole. Jeder könne dafür sorgen, dass sein Träume wahr würden. 

Allerdings reiche es nicht, zu warten, bis der Traumprinz vorbeikomme. Oder zu warten, bis zum nächste Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, ehe man aktiv werde. „Setzen Sie sich ein, um Ihre Ziele zu erreichen. Machen Sie den ersten Schritt“, forderte Walter die Noch-Schüler auf. 

Und meinte, Thomas Schütz müsse hierbei von der Pop-Gruppe Nickelback und ihrem Erfolgshit „What are you waiting for“ abgeschrieben haben. Denn es war Schütz‘ Rede, die Walter hielt. Der Schulleiter hatte krankheitsbedingt absagen müssen. 

Von den 140 Schülern, die zu den Prüfungen angetreten waren, haben 135 mit Erfolg bestanden, eine Erfolgsquote von 96 Prozent. Jene fünf, deren Leistung nicht gereicht hat, müssen in einem halben Jahr nochmals ran. Als Lehrkraft freue man sich wirklich und von Herzen, so Walter, wenn es so viele und vor allem so gute Absolventen gebe. Und fügte an, dass 16 Schüler mit einem so guten Ergebnis abschlössen, dass sie einen Schulpreis erhielten, 21 sogar den Staatspreis. 

Für den Schulpreis muss der Notenschnitt bei 1,81 oder besser, für den Staatspreis bei 1,50 oder besser liegen. Vier Schüler erzielten die Traumnote von 1,0. Als Anerkennung und Würdigung gab es einen Büchergutschein, die Allerbesten bekamen einen Geldpreis. 

Neben dem Schulleiter beglückwünschte auch der Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl die Absolventen. Sie stünden mit beiden Beinen fest im Leben und wüssten, wo es langgeht. „Sie sind Imageträger des Handwerks“, so Zirngibl, „Sie sind unsere Zukunft“. Die man, in Anlehnung an den Autor Antoine de Saint-Exupéry, nicht vorausahnen, sondern nur ermöglichen müsse, wie der Vorsitzende des Fördervereins der Schule, Alexander Schmitz, meinte. 

Mit einem Rückblick der beiden Schülersprecherinnen, die natürlich die Sicht der Dinge aus der Schülerperspektive darstellten, wurde dann anschließend zur Zeugnisvergabe übergeleitet.

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