Schongauer Stadtmuseum stellt neue Exponate aus

Glaskasten Nummer 33

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Spender Johann Wäsle, Rosmarie Wörnle-Giehl, Werner Schmitt, Andrea Debbou, Helmut Hunger sowie die Organisatoren, Franz Grundner und Harald Scharrer bei der offiziellen Eröffnung des neuen Glaskastens im Stadtmuseum.

Schongau – Regelmäßig präsentiert der Historische Verein Schongau im Stadtmu-seum kleine Ausstellungen zur regionalen Geschichte. Der jüngst eröffnete 33. Glaskasten widmet sich kulturhistorischen Gegenständen, die überwiegend aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen.

Ein opulent verzierter Krug, der anlässlich der Einweihung des Schongauer Kriegerdenkmals 1895 gefertigt wurde, ein tadellos erhaltener Kornsack aus Schwabsoien sowie vier Bierkrüge mit den Insignien des Schongauer Sonnenbräus aus verschiedenen Jahrzehnten sind ebenso zu sehen, wie einige Arbeiten der Porzellanmalerin Maria Dietl, eine gebürtige Passsauerin, die sich wahrscheinlich irgendwann um die Jahrhundertwende in Schongau niederließ. 

Über diese Künstlerin wisse man beispielsweise nur sehr wenig, obwohl sie eine prägende Figur der hiesigen Aquarellmalerinnenszene gewesen sei, erläutert Ko-Organisator Franz Grundner. Die Funde der Arbeiten Dietls zeigten einmal mehr, dass man auf Hinweise und Entdeckungen der Bevölkerung angewiesen sei. Unter vielen Dächern der Stadt schlummerten demnach Schätze in Form von Artefakten, wie eben jene künstlerischen Hinterlassenschaften Maria Dietls. 

Ein weiteres interessantes Detail ist der Stammbaum der Schongauer Familien Settele und Wiest. Bis ins Jahr 1777 zurück bildet das kunstvoll gestaltete Originaldokument die Familiengeschichte ab. Aus Privatbesitz Alle Exponate stammen aus Privatbesitz und gehen als Schenkungen in den Bestand des Schongauer Stadtarchivs über. Eine Bereitwilligkeit, sie sich laut Grundner zur Nachahmung empfiehlt. Stiftungen dieser Art tragen schließlich in großem Maße dazu bei, regionale Geschichte zu veranschaulichen und weiter zu erforschen. 

Die Exponate sind noch bis zum 11. Januar 2015 ausgestellt. Zu sehen sind sie während der Öffnungszeiten des Museums – mittwochs, samstags und an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

Moritz Fink

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