Schüler prüfen Gewässer

Mit Köcher und Gläsern ausgerüstet zogen im Sommer Mädchen und Buben von 24 Grundschulklassen aus dem gesamten Landkreis los, um die Bäche vor ihrer Haustür genauer unter die Lupe zu nehmen. „Wildnis!Bach“ hieß die Aktion vom Bund Naturschutz. Die Ergebnisse liegen nun vor.

„Die Arbeit in den Klassen verlief sehr positiv und die Kinder haben viel dabei gelernt“, sagte die Direktorin der Burggener Grundschule Brigitte Kees. In der Aula der Grundschule hatten die Klassen auf großen Plakaten ihr Untersuchungsgebiet auf Karten genau markiert und ihre Ergebnisse in kleinen Texten und Erklärungen festgehalten. So auch die Schüler Stefan Winkler, Simon Höfler und Michael Holderried. Die drei Buben besuchen die vierte Klasse in Burggen und haben Eschenbach und Steinbach unter die Lupe genommen. Genau untersuchten sie unter anderem die Wasserqualität und stießen dabei auf Steinfliegenlarven, Köcherfliegenlarven und auf Eintagsfliegenlarven. „Eine hohe Anzahl dieser Lebewesen zeigt an, dass es sich um eine gute Wasserqualität handelt“, klärte Maria Hermann vom Fonds für Umweltbildung auf. Die meisten Bäche im Landkreis weisen eine hohe Wasserqualität auf. Es gäbe lediglich ein paar Fließgewässer, deren Qualität nicht von so hoher Güte sei, verdeutlichte Hermann. Zufrieden mit der regen Beteiligung war Barbara Zach, die Vorsitzende der Kreisgruppe Weilheim-Schongau vom Bund Naturschutz in Bayern. „Es war eine sehr große Resonanz und wir sehen, dass es richtig ist, was gemacht wurde“, betonte sie. Über 40 Grundschulklassen der vierten Jahrgangsstufe hatten sich für das Projekt beworben. 24 kamen zum Zuge und untersuchten unter fachkundiger Leitung von sechs Umweltpädagogen die Bäche ihrer Umgebung. Möglich wurde die Aktion durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Heidehof-Stiftung. Wie wichtig diese Art der Bildung ist, unterstrich auch Burggens Bürgermeister Josef Schuster und im Hinblick auf die große Resonanz bei den Schülern meinte dieser: „Auch wir in der Politik wollen, dass die Natur geschützt und für die späteren Generationen erhalten wird.“ Einen Wermutstropfen allerdings gibt es, denn einige Bürgermeister der beteiligten Gemeinden und auch Landrat Dr. Friedrich Zeller hatten ihr Interesse bekundet, zu der Veranstaltung zu kommen. Doch bis auf Burggens Bürgermeister glänzten alle anschließend durch Abwesenheit. Das nächste Projekt, so Zach, wird sich mit den Mooren im Landkreis beschäftigen.

Meistgelesene Artikel

Cool, cooler, Schongauer Prinzenpaar

Schongau – In Schongau hat die fünfte Jahreszeit begonnen. Der traditionelle Inthronisationsball war wie immer ein Riesenerfolg. Und doch war …
Cool, cooler, Schongauer Prinzenpaar

Närrisches "Wohlfühlparadies"

Peiting/Hohenfurch – Bürgermeister Guntram Vogelsgesang wurde kurzerhand in Quarantäne gesteckt und ab ging die Post. Mit einem rauschenden Ball in …
Närrisches "Wohlfühlparadies"

Friedrich Zeller will's nochmal wissen

Schongau/Memmingen – Zwölf Jahre war Friedrich Zeller Bürgermeister in Schongau, es folgten sechs Jahre als Landrat. 2014 verlor der 50-Jährige …
Friedrich Zeller will's nochmal wissen

Kommentare