Solarzellen auf dem "Plantsch" – Stadtrat spricht sich klar für das Projekt Fotovoltaikanlage aus

Einstimmig hat der Stadtrat der Installierung einer Fotovoltaikanlage auf der weitläufigen Dachfläche des Spaßbades „Plantsch“ zugestimmt. Es sind allerdings noch einige technische Aspekte zu prüfen. Doch die Zeit drängt, denn die Bundesregierung plant ab April diesen Jahres eine deutliche Reduzierung der Zuschüsse für durch Solaranlagen produzierten Strom.

Bereits zu Beginn seiner Amtszeit im Jahre 2005 hatte der Chef des „Plantsch“, Andreas Kosian, die Idee gehabt, auf den Dächern des Spaßbades eine Fotovoltaikanlage installieren zu lassen. Doch die Technik war damals noch nicht weit genug entwickelt, und die recht flachen Dächer hätten dazu geführt, dass die ersten Jahre ein deutliches Minus eingefahren worden wäre. „Damals gab es solche Module noch gar nicht, doch moderne Dünnschichtmodule sorgen jetzt dafür, dass die Anlagen auch auf flachen Dächern effizient betrieben werden können“, erklärte der Vorstand des Kommunalunternehmens. Seine Idee sah vor, dass die recht verwinkelte Dachfläche mit möglichst vielen Kollektoren bestückt werden sollte. Dies hätte eine Leistung von 90 Kilowatt peak (kWp) gebracht. Doch Stadtbaumeister Ulrich Knecht sah dies anders und sprach sich in der Stadtratssitzung für klare rechteckige Flächen aus. „Eine solche Dachlandschaft hat viele Kehlen und Grade. Meiner Überzeugung nach sollte das Dach nicht bis zum letzten Winkel, sondern mit klaren Flächen bestückt werden“, argumentierte Knecht. Diese Reduzierung indes bedeutet gleichzeitig einen Leistungsverlust auf nur noch 60 kWp. Das Architekturbüro Weinberger, das das Bad geplant hatte, erklärte sich nach Aussage des Stadtbaumeisters damit einverstanden, auf das Dach eine solche Anlage zu installieren. Drei Firmen haben Angebote abgegeben. Die Kosten für die 90 kWp-Variante liegen bei rund 290000 Euro. Für die vom Stadtbaumeister und vom Stadtrat unterstützte Variante muss der Preis noch ermittelt werden. Nach Ansicht von Kosian liegt dieser aber lediglich 20 Prozent unter seiner Variante. Zudem ist zu prüfen, ob die Statik ausreichend ist und ob die Blechdächer für eine Fotovoltaikanlage überhaupt geeignet sind. Abschließend bleibt allerdings die Frage, ob die Stadt mit dem Vorschlag von Bäderchef Kosian nicht doch besser fahren würde, angesichts der üblen Haushaltssituation und den zu erwartenden Mehreinnahmen. Und eine Dachfläche, die zur Gänze mit Kollektoren bestückt ist, sieht möglicherweise sogar besser aus, als rechteckige Teilflächen.

Meistgelesene Artikel

Närrisches "Wohlfühlparadies"

Peiting/Hohenfurch – Bürgermeister Guntram Vogelsgesang wurde kurzerhand in Quarantäne gesteckt und ab ging die Post. Mit einem rauschenden Ball in …
Närrisches "Wohlfühlparadies"

Schongauer Grundschule hat ein Schimmel-Problem 

Schongau – An Baustellen mangelt es in der Schongauer Grundschule aktuell nicht. Doch als wäre der Teilabriss samt Neubau nicht schon schwierig …
Schongauer Grundschule hat ein Schimmel-Problem 

Parkplatz am Buchenweg wird heuer gebaut

Schongau – Was lange währt, wird endlich gut: Am Dienstag hat der Stadtrat endgültig grünes Licht für die Umsetzung von zwei Projekten gegeben, die …
Parkplatz am Buchenweg wird heuer gebaut

Kommentare