Spatenstich für BHKW in Peiting

Nahwärme aus dem Eisstadion

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Durften diesmal symbolisch zur Schaufel greifen: Die Kinder des Therese-Peter-Kindergartens. Im Hintergrund Helmut Kaumeier (Leiter Kommunalkunden bei Erdgas Schwaben), Bürgermeister Michael Asam, Helmut Horner (Geschäftsführer Wohnbau Südlech), Günter Blum (Planungsbüro Markus Mayr) und Erzieherin Heidi Socher.

Peiting – Die Bauarbeiten haben schon Mitte Juli begonnen, der Spatenstich am vergangenen Dienstag für das neue Blockheizkraftwerk am Eisstadion in Peiting war deshalb wirklich nur noch symbolischer Natur. Verzichten wollte Bürgermeister Michael Asam auf den extra arrangierten Fototermin mit den Kindern des Therese-Peter-Kindergartens freilich nicht.

Denn das Projekt sei schließlich „das schönste in der Peitinger Energiegeschichte“, betonte das Gemeindeoberhaupt stolz. 

Tatsächlich ist es das erste umgesetzte Nahwärmeprojekt in der Marktgemeinde. Bisherige Versuche waren laut Asam immer an der mangelnden Nachfrage der privaten Nachbarn gescheitert. „Für einzelne öffentliche Gebäude lohnt sich das einfach nicht.“ Bei der Schloßberghalle wie auch der Mittelschule habe man sich deshalb für eine Hackschnitzelheizung entschieden. „Am Eisstadion hat es jetzt endlich geklappt“, freute sich der Bürgermeister.

Das dortige Blockheizkraftwerk soll mit Bio-Erdgas künftig neben dem Eisstadion, die nahe gelegene Mehrzweckhalle, den Therese-Peter-Kindergarten samt der gerade entstehenden Kinderkrippe, die Alfons-Peter-Grundschule sowie die ebenfalls im Bau befindliche neue Wohnanlage an der Föhrenstraße mit Wärme versorgen. Dort errichtet ein privates Unternehmen zwei Mehrfamilienhäuser mit 31 Wohneinheiten sowie vier bis fünf Reihenhäuser. 

Während die Neubauten direkt für die Fernwärme ausgelegt sind, müssen bei der Mehrzweckhalle, dem Eisstadion, dem Kindergarten und der Grundschule die alten Gas- und Ölbrenner ausgetauscht werden. Auf rund 600000 Euro brutto belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts, das von der Marktgemeinde mit Erdgas Schwaben und regionalen Partnern umgesetzt wird. 

Laut dem Energieunternehmen sinken die CO2-Emissionen durch das neue Nahwärmenetz um rund 156 Tonnen pro Jahr, was der Aufnahmekapazität von zwei Fußballfeldern voller Laubbäume entspricht. In Betrieb gehen soll die Anlage bereits Anfang Oktober – pünktlich zum Beginn der Heizperiode.

Christoph Peters

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