Kreis-SPD nominiert ihre Kandidaten und gibt ehrgeizige Zielsetzung aus

Landrat und 16 Mandate

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Spitzenkandidat Dr. Friedrich Zeller (vo. 4.v.li.) mit den Kreistagsbewerbern.

Landkreis / Hohenpeißenberg – Die Kreis-SPD hat ihr Personaltableau für die Kommunalwahl im März 2014 unter Dach und Fach. 

Bei der Nominierungskonferenz am vergangenen Wochenende, die vom unerwarteten Tod des Schongauer SPD-Stadtrats Robert Bohrer überschattet war, wurde Amtsinhaber Dr. Friedrich Zeller mit 90 Prozent der Stimmen erneut zum Landratskandidaten gekürt. Zudem wurde die Bewerberliste für den Kreistag verabschiedet – und das mit einem einstimmigen Votum.

Die Sozialdemokraten ziehen also geschlossen und selbstbewusst in den Wahlkampf. Das Ziel: Den Chefsessel im Landratsamt verteidigen und zu den derzeit 13 Mandaten im Kreistag drei weitere hinzugewinnen.

Nach Einschätzung der Parteiführung ein durchaus realistisches Unterfangen: „Die Liste ist eine runde Sache, und wir sind von vorne bis hinten gut aufgestellt“, so SPD-Kreisvorsitzender Christian Lory im Rückblick auf die Delegiertenkonferenz auf dem Hohen Peißenberg. In ihrer Struktur und Reihung sei die Liste eine „Hommage an das bayerische Kommunalwahlrecht“, in dem jeder Kandidat unabhängig seines Platzes in den Kreistag einziehen könne. „Bei uns lohnt es sich, genau hinzuschauen“, sagt Lory, der auf eigenen Wunsch überraschend „nur“ von Listenplatz 60 aus kandidiert. Ein Zeichen für eher halbherzige Ambitionen sei dies aber nicht, wie Lory im Gespräch mit dem Kreisboten versicherte: „Ich möchte sehr wohl in den Kreistag rein. Aber es können ja nicht alle vorne in der Liste stehen.“

Das Kandidatenspektrum der Genossen reicht letztlich vom Gymnasiallehrer, Professor und Handwerksmeister über die Hausfrau und Krankenschwester bis hin zum Schüler, Rentner, Angestellten und Unternehmer. Inhaltlich will die Kreis-SPD bis Ende des Jahres ein „Arbeitsprogramm“ entwickeln, das der Bevölkerung im Landkreis laut Lory eine „Zielrichtung und Vision“ vorgeben soll.

Spitzenkandidat Dr. Friedrich Zeller betonte in seiner Vorstellungsrede, dass die Kommunalpolitik „weiterhin fair, sachlich und professionell“ gestaltet werden müsse. Der Landrat sprach zudem von einer „starken Wirtschaft mit hervorragenden Fachkräften und einem klaren Standortprofil“, von einem „kinder- und familienfreundlichen Landkreis mit gesicherter Betreuung“ sowie von „guten Schulen und Bildung für alle“. Ein weiteres Kernthema ist für die Genossen die regionale Energiewende. „Vom Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel“ lautet dabei nach wie vor der Slogan der Kreis-SPD.

1. Dr. Friedrich Zeller (Schongau), 2. Elke Zehetner (Penzberg), 3. Horst Martin (Weilheim), 4. Jutta Geldsetzer (Peißenberg), 5. Michael Asam (Peiting), 6. Barbara Karg (Schongau), 7. Falk Sluyterman (Schongau), 8. Gillian Pal (Weilheim), 9. Hans Streicher (Peißenberg), 10. Regina Bartusch (Penzberg), 11. Markus Kleinen (Penzberg), 12. Erika Sebrich (Hohenpeißenberg), 13. Dominic R. Scales (Hohenpeißenberg), 14 Karina Bodenberg (Peiting), 15. Markus Bader (Peiting), 16. Ilona Böse (Schongau), 17. Konstantin Papamichail (Altenstadt), 18. Stephanie Engelhard (Iffel­dorf), 19. Hans Mummert (Penzberg), 20. Petra Stragies (Weilheim), 21. Walter Westermeier (Bernried), 22. Judith Wertheimer (Altenstadt), 23. Max Martin (Schongau), 24. Claudia Steindorf (Peiting), 25. Helmut Vasak-Wienchol (Weilheim), 26. Michaela Winkler (Oberhausen-Huglfing), 27. Hans Winkler (Iffeldorf), 28. Karin Leibold-Streicher (Peißenberg), 29. Gunnar Prielmeier (Peiting), 30. Ute Frohwein-Sendl (Penzberg), 31. Bernhard Kamhuber (Huglfing), 32. Martina Scales (Hohenpeißenberg), 33. Lucas Fritzsche (Weilheim), 34. Alexandra Link-Lichius (Penzberg), 35. Thomas Keller (Penzberg), 36. Siedlinde Schuster (Hohenfurch), 37. Tobias Schilcher (Peißenberg), 38. Mechthild Merz (Peißenberg), 39. Dr. Florian Mühlegger (Peiting), 40. Andrea Niedernhuber (Weilheim), 41. Helmut Böhm (Polling), 42. Susanne Meindl (Penzberg), 43. Michael Zöller (Penzberg), 44. Brigitte Bock (Weilheim), 45. Klaus Bodenburg (Peiting), 46. Maryam Benzadi (Penzberg), 47. Prof. Dr. Manfred Kubbies (Penzberg), 48. Elke Muschke (Hohenpeißenberg), 49. Johann Zidek (Altenstadt), 50. Theda Smith-Eberle (Peiting), 51. Josef Schmidbauer (Hohenfurch), 52. Claudia Bichlmeyr (Peißenberg), 53. Roman Wieting (Weilheim), 54. Christa Dannenberg (Weilheim), 55. Roman Bals (Peißenberg), 56. Petra Arneth- Mangano (Weilheim), 57. Arthur Schenk (Penzberg), 58. Claudia Romeike (Schongau), 59. Stefan Konrad (Schongau) und 60. Christian Lory (Steingaden).

Von Bernhard Jepsen

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