René Burkart gewinnt Buchpreis bei "Jugend forscht"

Die Milch macht’s

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Stolzer Gewinner: Der Steingadener Realschüler René Burkart mit seinem aus Milchkunststoff hergestellten Knopf.

Steingaden – Die Gewinner des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ Bayern stehen fest. Auch ein Schüler aus dem Altlandkreis Schongau befand sich unter den Geehrten in der Straubinger Joseph-von-Fraunhofer-Halle.

Zwar reichte es für René Burkart nicht zum Landessieg. Der Steingadener konnte sich jedoch über den Buchpreis Chemie der Hermann Gutmann-Stiftung für seine Forschungsarbeit im Fachgebiet Chemie freuen. Weil kaum ein anderes Nahrungsmittel so viele Inhaltsstoffe aufweist wie Milch, zählt sie zu unseren wertvollsten Lebensmitteln. Schwankungen bei der Preisentwicklung hatten René Burkart veranlasst, zu erforschen, wie der Rohstoff Milch noch anderweitig eingesetzt werden kann, um Landwirten bei stagnierenden Preisen und gleichzeitig steigenden Kosten ein zweites Standbein zu schaffen. 

Der Kunststoff aus dem Kasein der Milch (Galalith), datiert bereits aus dem 19. Jahrhundert und verlor durch die Entwicklung neuer, vollsynthetischer Kunststoffe, welche billiger und bruchfester waren, an Bedeutung. Der Schüler der Pfaffenwinkel-Realschule stellte sich deshalb die Frage, welche Produkte aus dem Milchkunststoff biologisch und ökologisch sinnvoll in die heutige Zeit passen. 

Für Kultusstaatssekretär Bernd Sibler sind die vielen Anmeldungen ein Beweis dafür, dass an Bayerns Schulen Forschergeist und Kreativität besonders gefördert werden: „Die beeindruckend hohe Anmeldezahl belegt: An unseren Schulen wird die Freude am Experimentieren und Forschen großgeschrieben.“ Das bayerische Kultusministerium unterstütze die Idee, Schü̈ler verstärkt zum Forschen zu animieren und stelle für die Wettbewerbsrunden von „Jugend forscht“ in Bayern sowohl personelle als auch finanzielle Mittel zur Verfügung. „Viele Schü̈ler haben sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften Gedanken zu Fragen des 21. Jahrhunderts gemacht. Sie haben hier in Straubing innovative Projekte und beeindruckende Lösungsansätze vorgestellt“, gratulierte der Staatssekretär den Teilnehmern. Den Landessiegern wü̈nschte er großen Erfolg für den Bundeswettbewerb. 

Der Vorstandsvorsitzende des Patenunternehmens E.ON Bayern, Thomas Barth, betonte die gesellschaftliche Tragweite der Jugend forscht-Idee: „Erfolge und Fortschritte bei Forschung und Entwicklung sind in allen Lebensbereichen unverzichtbar. Um das zu gewährleisten, brauchen wir Forschergeist.“ Der Wettbewerb „Jugend forscht“ ist der größte europäische Jugendwettbewerb fü̈r Naturwissenschaften und Technik, der besondere Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen fördert. 

2013 findet dieser Wettbewerb zum 48. Mal statt. Veranstalter ist die Stiftung Jugend forscht. Die Ausrichtung der einzelnen Regional- und Landesentscheide erfolgt zusammen mit Patenunternehmen. Bei zehn Regionalwettbewerben präsentierten dieses Jahr mehr als 1400 Schü̈ler und Jugendliche ihre Projekte unter dem Motto „Deine Idee lässt dich nicht mehr los?“.

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