"Überraschende Krone" – Christine Pröbstl war vor 25 Jahren die erste bayerische Milchkönigin

hristine Pröbstl zeigt ein Foto von damals, als die allererste bayerische Milchkönigin wurde. Foto: Schmid

25 Jahre ist es inzwischen her, dass der Titel der „bayerischen Milchkönigin“ zum aller ersten Mal vergeben wurde. Und noch heute erinnert sich die aller erste Königin der Milch gerne daran, wie sie sich – für sie selbst völlig überraschend – die Krone holte.

Die Glückliche war Christine Pröbstl, die heute mit ihrer Familie auf dem Sperberhof in Birkland lebt. Damals vor 25 Jahren hätte sie sich nicht die geringste Chance auf den Titel ausgerechnet, erzählt die Birk-länderin heute schmunzelnd. Von selbst hätte sie sich auch gar nicht erst beworben. Doch damals war es – anders als heute – noch Usus, dass jeder Zuchtverband eine Bewerberin vorschlug. Und so stand eines Tages aus heiterem Himmel der Direktor des Zuchtverbands Weilheim, Dr. Willi Kling, bei ihr in Apfeldorf Wies, wo sie seinerzeit zuhause war, vor der Tür. Und Kling meinte, dass Christine Baab, wie die damals 23-Jährige mit Mädchennamen hieß, die geeignete Kandidatin wäre. Und er sollte auch Recht behalten: Unter 17 Bewerberinnen wurde sie am Ende zur Milchkönigin auserkoren. Sie habe es kaum glauben können, als die Prüfer plötzlich verkündeten, dass sie die Siegerin sei, erinnert sich Christine Pröbstl heute noch ganz genau. Wie der Weilheimer Zuchtverband damals überhaupt auf die junge Frau gekommen war? Sie sei zuvor mit einer Kuh vom elterlichen Hof auf der Fleckviehschau in Ulm gewesen, erklärt Pröbstl. Im Stall hat sie immer schon leidenschaftlich gern gearbeitet: Schon daheim in der elterlichen Landwirtschaft und auch heute noch auf dem Sperberhof, den sie zusammen mit ihrem Mann Ludwig Pröbstl bewirtschaftet. Christine Pröbstl ist eben mit Leib und Seele Landwirtin. „Das ist mein Traumberuf“, versichert sie. Über ihre Zeit als Milchkönigin sagt sie: „Es war ein sehr schönes Jahr.“ Sie sei dadurch sehr weit herum gekommen. Lediglich ihre Hochzeit mit ihrem Mann Ludwig, die eigentlich schon lange geplant gewesen war, musste sie damals auf später verschieben.

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