Unteroffiziersanwärter leisten Diensteid

Bereit für wichtige Aufgaben

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Schritten gemeinsam die angetretenen Soldaten ab: Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Kommandeur Mark Emmerich und Landtagsabgeordneter Harald Kühn (v. li.).

Altenstadt – Normalerweise rollt auf dem Sportplatz des TSV Altenstadt der Fußball. Am Freitag voriger Woche jedoch waren die Tore mit Tarnnetz abgehängt und statt Kicker in Dressen bezogen 170 Soldaten Aufstellung auf dem Rasen. Feierlich leisteten die Lehrgangsteilnehmer des Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillons 3 ihren Diensteid.

Seit Mitte 2013 bildet die Bundeswehr in der Altenstadter Franz-Josef-Strauß-Kaserne Feldwebel- und Unteroffizieranwärter des Heeres aus. Das Ausbildungsbataillon war im Zuge der Strukturreform der Bundeswehr an den Standort verlegt worden, der bis dahin vor allem als Fallschirmjägerschule bekannt war. Passend dazu landeten vier Freifallspringer zielgenau auf dem Sportplatz, auf dem zuvor die rund 170 Lehrgangsteilnehmer Aufstellung bezogen hatten. 

Für sie hatte am 1. April und 1. Juli die Ausbildung begonnen, jetzt sollte der Diensteid folgen. Neben Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck, den Chefs der umliegenden Gemeinden, Landrätin Andrea-Jochner-Weiß, dem Stimmkreisabgeordneten Harald Kühn, dem stellvertretenden Kommandeur der LL/LTS Oberstleutnant Helmut Theisen sowie Pfarrer Siegfried Beyrer säumten viele Altenstadter und Angehörige der Lehrgangsteilnehmer den Sportplatz. 

„Mit Ihrer Anwesenheit unterstreichen Sie die Bedeutung des heutigen Anlasses und bringen Ihre Zustimmung und Verbundenheit mit unseren Soldatinnen und Soldaten und deren Dienst in der Bundeswehr zum Ausdruck“, betonte Kühn in seiner Rede. 

Altenstadt: 170 Unteroffiziersanwärter vereidigt

Bei den Lehrgangsteilnehmern bedankte er sich dafür, „dass sie bereit sind, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen“. Denn die aktuellen Krisenherde im Nahen Osten oder in der Ukraine führen deutlich vor Augen, erklärte er, dass Friede nicht selbstverständlich sei. „Unsere aktive Mitwirkung an der Lösung von internationalen Konflikten und Krisen wird von unseren Verbündeten und Partnern erwartet.“

Ähnlich formulierte es auch Kommandeur Mark Emmerich. Der Dienst verlange viel ab, betonte er. „Aber Sie haben die richtige Entscheidung getroffen.“ Zuvor hatte Feldwebelanwärter Sebastian Albert einen Einblick in den Tagesablauf der Lehrgangsteilnehmer gegeben.

Anschließend leisteten die 170 Soldaten ihren Diensteid, von denen manch einer durch das lange Stehen in der gleißenden Sonne mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte. Dann war der offizielle Teil geschafft – und es hieß Lächeln fürs Erinnerungsfoto der Eltern.

chpe

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