Neue Haltestellen am Schulzentrum

In geordneten Bahnen

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Busse, Autos und viele Schüler: Das gefürchtete Verkehrschaos vor dem Schulzentrum ist ausgeblieben.

Schongau – Seit Montag heißt es für den Großteil der rund 900 Fahrschüler des Schongauer Schulzentrums nach Schulschluss: Auf zur Marktoberdorfer Straße. Denn wegen der Bauarbeiten halten die Schulbusse nun dort und nicht mehr wie bisher in der Bürgermeister-Lechenbauer-Straße. Anders als von manch einem befürchtet, verlief die Umstellung reibungslos. Einzig bei der Tempo 30-Regelung will die Stadt nachbessern.

 Mehrere Monate dauerten die Vorbereitungen und die scheinen sich ausgezahlt zu haben. Am Montag jedenfalls blieb das befürchtete Chaos aus und auch an den Folgetagen kamen alle Schüler rechtzeitig zu ihrem Bus – obwohl sich die Dauer der Laufwege von den Schulen zu den Interimsbushaltestellen je nach Standort um 60 bis maximal 90 Sekunden verlängert hatte.

„Mit allen beteiligten Busunternehmen ist vereinbart, dass die Zeitdifferenz durch längere Aufenthaltszeiten der Busse an den Haltestellen in der Marktoberdorfer Straße ausgeglichen wird“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt, Yvonne Voigt. Für die Sicherheit der Schüler habe man zusätzliche Warteflächen ausgewiesen und an den Einstiegen Drängelgitter montiert. Zudem stünden bis zu neun Bushaltepunkte zur Verfügung und damit drei mehr als bislang.

Dass das Konzept funktioniert, kann Joachim Komander bestätigten. Der Bauhofmitarbeiter ist während der ersten beiden Wochen mit zwei weiteren Kollegen morgens und mittags vor Ort, um die Schüler zu begleiten. „Im Großen und Ganzen haben sich alle an die neuen Wege gehalten“, berichtet er. Nur ab und zu sei einmal ein Schüler über die Straße gelaufen statt die Unterführung zu nehmen. Und auch bei der Stadt sind keine Beschwerden eingegangen, wie Rita Weckbecker bestätigt.

Tempo 30 ohne Einschränkung?

Gilt derzeit nur zu bestimmten Zeiten: Die Beschränkung auf Tempo 30.

Für Diskussionen im Bauausschuss sorgte allerdings am Dienstag die Tempo 30-Regelung, die im Bereich der Bushaltestellen gilt – allerdings nur an Wochentagen von 7 bis 8 Uhr und von 12 bis 14 Uhr. Erkennbar ist diese Einschränkung an einem kleinen Zusatzschild. Siegfried Müller (ALS) kritisierte, dass dies die Autofahrer unnötig ablenke. „Das war so auch nicht besprochen.“ Unterstützung erhielt er von Bürgermeister Falk Sluyterman. Auch er sei für eine unbeschränkte Geltung während der kompletten Bauzeit gewesen, damit sich die Autofahrer darauf einstellen könnten. „Wir werden das klären.“

Christoph Peters

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