Vitalspritze für Schongau – Stadt erwägt Teilnahme an Landesausstellung

„Es ist eines der größten Touristenereignisse“, sagte Helmut Schmidbauer (CSU) zu den Stadträten und begründete anschließend, weshalb er die Tagesordnung mit seinem Dringlichkeitsantrag um einen weiteren Punkt ausdehnte: Schongau hat Aussicht, sich aktiv an der Landesausstellung im übernächsten Jahr zu beteiligen.

Jedes Jahr wird vom Haus der bayerischen Geschichte eine Landesausstellung mit Themen zur bayerischen Geschichte an immer wechselnden Orten durchgeführt. Ging es in diesem Jahr um den Adel in Bayern, der in den Orten Rosenheim und auf Schloss Hohenaschau dargestellt worden war, so wird sich im Jahre 2010 alles um das Verhältnis von Bayern und Italien drehen – zumindest lautet der Titel der Landesausstellung so. Jedes mal besuchen Tausende von Touristen die Stätten der Landesausstellung. 2010 werden dies die Stadt Füssen, die im ehemaligen Kloster St. Mang eine Ausstellung zum Thema „Bayern-Italien von der Antike bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert“ und die Stadt Augsburg, in der die Kunst zwischen Bayern und Italien näher betrachtet werden wird, sein. „Wir haben festgestellt, dass dort eine Lücke ist“, stellte Schmidbauer unmissverständlich fest und verwies sowohl auf die geografische Lage Schongaus, das zwischen diesen beiden Städten liegt, als auch auf die historische Bedeutung, denn Schongau spielte in früheren Jahrhunderten als Warenumschlagplatz eine wichtige Rolle. Sichtlich erfreut, stellte Helmut Schmidbauer, der zugleich Kreisheimatpfleger ist, klar, dass sich der Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl, nicht abgeneigt zeigte, Schongau noch in den Reigen der Landesausstellungsstädte mit aufzunehmen. Als „Vitalspritze für die Innenstadt“ bezeichnete Schmidbauer die Option und prophezeite den Räten tausende und abertausende Touristen, die die Lechstadt aufsuchen würden und damit dem hiesigen Gewerbe einiges an Euros in die Taschen spülen würden. Zwar kam der Vorschlag Schmidbauers bei dessen Kolleginnen und Kollegen grund- sätzlich gut an, doch vereinzelte Bedenken waren nicht zu überhören. „So weit mir bekannt ist, finden gerade dann die Bauarbeiten am Marienplatz statt“, bemerkte Hans Loth von der UWV. Auf Anfrage bestätigte Stadtbaumeister Ulrich Knecht, dass die Arbeiten auch nach der Landesausstellung, die immer von Mai bis Oktober dauert, getätigt werden könnten. Die Räte kamen überein, eine endgültige Zusage erst dann zu fällen, wenn die zu erwartenden Kosten bekannt sind. Schließlich sei im Vorfeld einiges an Arbeit und an finanziellen Vorschüssen zu leisten.

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