Wanderwege für 5500 Euro – Stadtrat beschließt trotz klammer Kassen Beteiligung am Tourismuskonzept

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ANTON JUNGWIRTH; Schongau – Damit die Touristen sich im Schongauer Land nicht verlaufen, hat Schongaus Stadtrat beschlossen, – trotz klammer Kasse – Gelder in eine Beschilderung für Wanderwege zu stecken. „Der Tourismusverband will das Wandern deutlich unterstützen“, sagte die Leiterin der Schongauer Touristinformation Ursula Diesch. Bereits jetzt bestünden rund um das Schongauer Land gut beschilderte Wanderwege. Vor allem die Fernwanderwege sollten in Schongau nicht im Nichts enden. Natürlich seien die Kosten mit 5500 Euro für die nächsten drei Jahre nicht unter den Teppich zu kehren und einzelne kleinere Gemeinden im Schongauer Land hätten sich aufgrund einer desolaten Haushaltslage gegen das neue Wanderwegekonzept ausgesprochen. Doch für Schongau sei es sehr wichtig, nicht als „weißer Fleck“ dazustehen. Zumal die Aussicht bestehe, dass über die „Leader-Förderung“ zirka 50 Prozent der Kosten übernommen würden, erläuterte Diesch. „Das Wanderwegeprojekt gliedert sich in zwei Projektpunkte: Zum einen in das lokale und regionale Wanderwegenetz und zum anderen in das Fernwanderwegenetz“, klärte Diesch auf. Sie verwies darauf, dass die Durchführung in drei Schritten geplant sei: Begonnen werde mit der Planung für die Wegeführung und deren Beschilderung. Anschließend werden die Wege – sofern noch nicht vorhanden – gebaut und schließlich adäquat beschildert. Die Beschilderung soll einheitlich sein und konform zu der Beschilderung in anderen Regionen sein. „Das ist eine Anschaffung auf Dauer“, argumentierte Stadt-oberhaupt Karl-Heinz Gerbl (SPD) und verwies auf zusätzliche Einnahmen, die die Stadt, und vor allem die Gewerbetreibenden, durch die Wanderer, die durch Schongau gingen, einnehmen könnten. Gefallen an dem Konzept fand CSUStadtrat Michael Eberle: „Ich kann dem grundsätzlich zustimmen, möchte aber, dass die Wege auch durch Schongau führen, damit wir alle etwas davon haben“, forderte dieser. Auch die SPD unterstützte das Vorhaben: „Ich finde das Klasse und es gehört unbedingt dazu“, bekannte SPD-Stadtrat Peter Huber. Einzig die Vertreter der UWV zeigten sich skeptisch: „Ich habe Probleme, den Betrag zu befürworten, wenn ein Verein nicht mal mehr 500 Euro bekommt, hierfür aber große Beträge freigemacht werden sollen“, kritisierte Roland Heger und verwies auf das leere Stadtsäckel. Dennoch: Gegen die Stimmen der UWV stimmte das Gremium für das Wanderwegekonzept Pfaffenwinkel und bewilligte die Summe.

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