Weil das so gesund ist

Kuh Karlotta beäugt aufmerksam, wie Luis (6), Max (11), Sophia (8) und Moritz (5) die Koordinaten zum nächsten Schatz in ihre GPS-Geräte eingeben. Foto: Peters

Vier Jahre ist Moritz alt, in diesem Alter hat man vor großen Tieren noch einen gehörigen Respekt. Mit großen Augen mustert der kleine Peitinger daher die schwarz-weiß gefleckte Kuh, die sich da auf dem Gelände der Schönegger Käsealm in der Nähe von Rottenbuch vor ihm aufgebaut hat. Doch als wäre eine Kuh nicht schon genug Aufregung für Moritz, fängt sie plötzlich auch noch an zu reden. Was für den kleinen Peitinger einem Wunder gleicht, haben die übrigen drei Kinder längst durchschaut: Karlotta nennt sich das schräge Vieh, das anders als seine Artgenossen auf zwei Beinen läuft, weil im Kostüm – wie sollte es anders sein – natürlich ein Mensch steckt.

Hinter Karlotta verbirgt sich eine Kampagne der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft. Kinder und Jugendliche, so ist der Plan, sollen durch die kultige Botschafterin über die Nährstoffe der Milch und ihre Wirkung aufklären. Drei von der EU geförderte Aktionstage gibt es dazu bundesweit, einer fand nun am vergangenen Mittwoch auf der Käsealm in Rottenbuch statt. „Für die Kinder ist das doch eine schöne Sache, gerade in den Ferien“, findet Josef Stemmer. Damit dürfte der Marketing-Leiter der Landesvereinigung sogar recht haben. Dies lag freilich weniger an der Milch als an den angebotenen Aktivitäten. Besonders das Geocaching hatte es den Kindern angetan. Bei der modernen Form einer Schnitzeljagd geht es darum, mittels eines GPS-Geräts versteckte Schätze zu finden. Vier Stationen hatte sich Geocaching-Experte Matthias Höfer ausgedacht. Jeder gefundene Hinweis führte zum nächsten, bis am Ende die Belohnung in Form einer Tüte voller Merchandizing-Produkte wartete. „Super Sache“, urteilte Max, mit elf Jahren der Älteste der Gruppe. Karlotta grinste. Ziel erfüllt.

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