Wettbewerb "Peiting backt"

Babysitten für den Sieger-Kuchen

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Die Qual der Wahl hatte die Jury beim Kuchenwettbewerb.

Peiting – Um die 100 Rezeptvorschläge wurden eingereicht, elf kamen ins Finale. Vergangenen Freitag dann ging es um die Wurst, also eher um den Kuchen, denn eine prominente Jury aus Politik, Kirche, Hochfinanz und vom Fach begutachtete das Gebäck der Finalisten. Mit dabei ein Himmelskuchen, die Diplomatentorte, Oma Vronis Donauwellen und auch der Beste der Besten, die Erdbeercharlotte.

Aussehen ist nicht alles, aber es zählt doch ungemein viel, wenn es um den besten Kuchen geht. Dass die Jury mit Gaumenkitzlern verwöhnt, oder sollte man besser sagen, bestochen werden sollte, war klar. Von der Buttercreme über Sahniges bis hin zu alkoholischen Ingredienzien war alles dabei, was das Herz eines Kuchen- und Tortenfans höher schlagen lassen und jedem Gewichtswächter die Schweißperlen auf die Stirne treiben dürfte. 

Zumeist waren es Rezepte aus der Familie, die Anwendung fanden. Wobei die eine oder andere, unter den elf Finalistinnen waren neben einer Böbingerin nur Peitinger Bäcke-rinnen, auch schon mal gestand, das Rezept aus einer Illustrierten ausgeschnitten oder vom Arbeitskollegen irgendwann übernommen zu haben. 

Dem Geschmack tat das aber keinen Abbruch, eher schon das sonnig-sommerliche Wetter, das dafür sorgte, dass sich die Jury, unter anderem hatte sich Bürgermeister Asam für die Versuchsreihe zur Verfügung gestellt, eilen musste mit der Verkostung. 

Es gab maximal 40 Punkte zu verteilen für die Kuchen, neben dem Aussehen wurden Geschmack und Raffinesse bewertet. Unter die besten Fünf kam Cäcilia Gindhart, die mit Omas weltbester Donauwellen-Torte angetreten war. Die Oma, das ist Veronika Gindhart, die gerade noch rechtzeitig das Rezept für ihre Donauwellen an die Enkelin weitergereicht und diese auch öfter als Babysitterin beaufsichtigt hatte. 

Das Rezept hatte der Nachwuchs dann noch erweitert, auf den schokobraunen Donauwellen wiegten sich kleine Schoko-ladenbötchen mit vom Wind geblähten Segeln auf den sahnigen Schaumkronen. Getoppt wurde sie vom Apfelschneemus, was scheinbar für Erfrischung sorgte bei den hitzigen Temperaturen und der Himmelstore, eine Versuchung für den anwesenden Pfarrer Speckbacher. 

Aber eine ließ sie alle hinter sich, die Charlotte, vielmehr die Erdbeercharlotte von Regina Eding. Dafür hatte ihr Gatte so manche Extrastunde Babysitten eingeschoben und seine gute Figur riskiert. Aber, wie die Tortenbäckerin stolz meinte: „Er mag sie halt so gerne.“ Und so gab es den lecker-luftigen Kuchen in den letzten Tagen und Wochen des Öfteren, schließlich musste die Siegerin die richtige Komposition treffen. Wofür sie aber auch von der Fachfrau Marlies Sesar viel Lob bekam.

Letztlich durften sich aber alle Tortenbäckerinnen als Sieger fühlen. Wer Lust bekam auf das Gebäck konnte noch gleich vor dem Eiscafé ein Stück für den guten Zweck erwerben. Wer sich noch etwas geduldet, kann diese und die rund 80 anderen eingesandten Werke nachbacken. Im Herbst soll ein Backbuch mit den Rezepten erschei- nen. Bei einem Stückpreis von 10 Euro gehen 20 Prozent an die Bürgerstiftung Peiting.

Oliver Sommer

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