"Wir stehen zur Ortsumfahrung" – Hohenpeißenberg: Östliches Teilstück und Anschluss Ost sollen bis 2013 befahrbar sein

Andreas Scheuer (v.re.), Alexander Dobrindt, Thomas Dorsch, Günther Grafwallner und Garmisch-Partenkirchens Landrat Harald Kühn an der fertiggestellten „Eierbachbrücke“. Foto: Jepsen

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BERNHARD JEPSEN, Hohenpeißenberg – Laut Bürgermeister Thomas Dorsch gab es über den schleppenden Baufortschritt an der Hohenpeißenberger Umgehung bis zuletzt „heftige Diskussionen in der Bevölkerung“. Doch nun können gute Nachrichten vermeldet werden. Nachdem das über 30 Mio. Euro teure Bauprojekt mit fünf Mio. Euro im Investitionsbeschleunigungsprogramm berücksichtigt wurde, soll die Bautätigkeit deutlich „verstärkt“ werden. Das zumindest bestätigten CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt und der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer, Anfang der Woche bei einem gemeinsamen Ortstermin, den die Parteikollegen neben Reklame in eigener Sache auch für kräftige Seitenhiebe auf die politische Konkurrenz nutzten. „Wir sind auf einem guten Weg. Es ist ein anspruchsvolles Projekt, das uns im Ministerium sehr interessiert“, beteuerte Scheuer beim Pressegespräch im Baustellenbüro. Durch die zusätzlichen Finanzmittel könne die Maßnahme nun „zügig“ vorangebracht werden. Von Baustopp habe ohnehin nie die Rede sein können. „Wir stehen zur Ortsumfahrung“, betonte Scheuer, der sich „verwundert“ darüber zeigte, „dass manche Amtsträger ihre politische Tätigkeit übers Briefeschreiben definieren“. Gemeint war Landrat Dr. Friedrich Zeller (SPD), der sich wiederholt kritisch über den Fortschritt der Bauarbeiten geäußert hatte – laut Dobrindt aber nur „Falschmeldungen“ in die Welt gesetzt habe: „Er täte gut daran, sich lieber an öffentliche Stellen zu wenden. Die Verantwortung hätte er“, echauffierte sich Dobrindt über den Landrat. Nach Auskunft von Günther Grafwallner, dem Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, wird man sich bis 2013 auf die Fertigstellung des östlichen Teilstücks der über fünf Kilometer langen Trasse konzentrieren – samt Anschlussstelle „Ost“ und den Abschnitt bei Hohenwart. Im nächsten Jahr soll auch mit den beiden Bahnüberführungen begonnen werden. Nach zähen Verhandlungen mit der Bahn steht man hinsichtlich der Kreuzungsproblematik kurz vor einer Einigung. „Es ist unerfreulich, dass solch einfache Vereinbarungen immer so lange dauern“, monierte Scheuer, aber mit den zusätzlichen Finanzmitteln habe die Bahn „nun ein Signal, dass der Baufortschritt schneller geht“. Laut Dobrindt soll die Umfahrung bis 2016 fertig sein. „Wenn wir keinen Archaeopteryx finden, bleiben wir im Zeitplan“, sagte der CSU-Generalsekretär, wobei der Begriff „Zeitplan“ im Zusammenhang mit der Hohenpeißenberger Umgehung wohl eher ein dehnbarer Begriff zu sein scheint. Beim letzten Besuch Scheuers im Rigi-Ort vor knapp zwei Jahren hatte Bauamtsleiter Grafwallner noch 2013 als Fertigstellungstermin genannt.

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